ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2003Sexuelle Gewalt: Strafrechtlichen Schutz stärken

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Sexuelle Gewalt: Strafrechtlichen Schutz stärken

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2612 / B-2184 / C-2052

Merten, Martina

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16 000 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern hat die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2002 registriert. Foto: JOKER
16 000 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern hat die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2002 registriert.
Foto: JOKER
Arbeitsgruppe von Bund und Ländern eingerichtet
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt“ eingerichtet. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den strafrechtlichen Schutz von jungen Menschen vor sexueller Gewalt weiterzuentwickeln, präventive Maßnahmen zu verstärken und die internationale Strafverfolgung und Zusammenarbeit zu verbessern.
Noch im letzten Jahr habe die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes 16 000 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern registriert, sagte Bundesministerin Renate Schmidt bei der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe im September in Berlin. Es sei wichtig, dass sich alle Akteure an einen Tisch setzten, um die erforderlichen Maßnahmen gemeinsam zu realisieren.
Die Arbeitsgruppe, der 25 Vertreter des Bundes, der Länder, der Kommunen und von Nichtregierungsorganisationen angehören, ist Teil des Anfang dieses Jahres gestarteten Aktionsplans der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung. Zur Umsetzung der Ziele planen die Mitglieder der Arbeitsgruppe unter anderem eine bundesweite Präventionskampagne zur Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Internetprovidern zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet und den Ausbau der Fortbildung bei Justiz und Polizei. MM
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