ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2003Pharmaindustrie: Trübe Aussichten

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Pharmaindustrie: Trübe Aussichten

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2612 / B-2184 / C-2052

Rieser, Sabine

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LNSLNS Mittelstand erwartet 2004 Umsatzeinbußen zwischen 20 und 30 Prozent.
Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz wird dem Pharma- und dem Biotechnologiestandort Deutschland die wirtschaftliche Grundlage für Forschung und Entwicklung entzogen.“ Diesen Vorwurf hat Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Mitte September in Berlin erhoben.
Er verwies darauf, dass per Gesetz ein Zwangsrabatt von 16 Prozent für pharmazeutische Unternehmen vorgegeben werde. Dies werde an die Substanz vieler mittelständischer Firmen gehen, denn ihre Umsatzrendite liege im Durchschnitt zwischen vier und sieben Prozent.
Unverständlich sei auch die Ausgrenzung verschreibungsfreier Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Rund 30 Prozent der Medikamente, die heute verordnet würden, seien nicht verschreibungspflichtig. Sie machten aber nur 15 Prozent des Umsatzes in diesem Bereich aus. Wegener prognostizierte, dass die Patienten in Zukunft nach stärkeren Mitteln auf Rezept verlangen würden. Die Ausnahmeregelung, wonach ein Arzt im Einzelfall ein verschreibungsfreies Medikament mit Begründung verordnen kann, wird seiner Auffassung nach keine Rolle spielen: „Dass ein Arzt freiwillig diese bürokratische Last auf sich nimmt, glauben wahrscheinlich nicht einmal die Autoren des Gesetzentwurfs.“ Rie
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