ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2003Tabaksteuer: Einnahmen auch für Prävention

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Tabaksteuer: Einnahmen auch für Prävention

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2612 / B-2184 / C-2052

PB

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Krebsforschungszentrum fordert zehn Prozent für Nationales Tabakkontrollprogramm.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKfZ), Heidelberg, fordert, mit den Einnahmen aus der geplanten Tabaksteuererhöhung nicht nur die so genannten versicherungsfremden Leistungen der Krankenkassen abzugelten. Zehn Prozent der zu erwartenden Mehreinnahmen sollten einem Nationalen Tabakkontrollprogramm zugeführt werden, das „nichtpreisliche“ Präventionsmaßnahmen, wie zum Beispiel das Verkaufs- und Rauchverbot für Jugendliche unter 16 Jahren, die Schaffung rauchfreier Zonen oder den Abbau von Zigarettenautomaten, überwacht. Damit könnten die finanziellen Belastungen des Gesundheitswesens durch tabakrauchbedingte Erkrankungen langfristig gesenkt werden. Diese beziffern sich nach Angaben des DKfZ auf rund 17 Milliarden Euro im Jahr.
Weiter fordert Dr. Martina Poetschke-Langer, Stabsstelle Krebsprävention des DKfZ, zeitgleich ein Verbot von Zigarettenpackungen mit weniger als 19 Zigaretten durchzusetzen. In Erwartung eines Konsumrückgangs haben die Tabakkonzerne – erstmals seit 50 Jahren – wieder eine Packungsgröße mit zehn Zigaretten auf den Markt gebracht. Der niedrigere Preis fördere und stabilisiere jedoch besonders die Kaufbereitschaft von Kindern, Jugendlichen und ärmeren Bevölkerungsschichten. PB
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