POLITIK

NS-„Euthanasie“: Vom Wahn zur Wirklichkeit

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2626 / B-2194 / C-2061

Hohendorf, Gerrit; Rotzoll, Maike; Richter, Paul; Fuchs, Petra; Hinz-Wessels, Annette; Mundt, Christoph; Eckart, Wolfgang U.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Forschungsprojekt analysiert Krankenakten von Opfern der ersten zentral organisierten Massenvernichtungsaktion im Nationalsozialismus.

Auguste O.: „In der Nacht haben sie mich zweimal gemordet [. . .] ich kann das nicht mehr aushalten“, klagte die Psychiatriepatientin 1922 im Wahn. Nur knapp zwei Jahrzehnte später wurde der Mord an psychiatrischen Patienten zur Realität. Auguste O. gehörte zu den 70 273 Insassen von Heil- und Pflegeanstalten, die zwischen Januar 1940 und August 1941 während der ersten zentral organisierten Massenvernichtungsaktion im Nationalsozialismus, der so genannten Aktion T4, ermordet wurden. Sie alle starben in Gaskammern der sechs eigens eingerichteten Tötungsanstalten des damaligen Deutschen Reiches (13, 14, 15, 24, 1, 3, 8).
Zeichnung der Psychiatriepatientin Auguste O. (Bleistift auf Papier, 9,1 x 14 cm): Wie sie mussten weitere 70 272 Patienten in Gaskammern des damaligen Deutschen Reiches sterben.Foto: Sammlung Prinzhorn
Zeichnung der Psychiatriepatientin Auguste O. (Bleistift auf Papier, 9,1 x 14 cm): Wie sie mussten weitere 70 272 Patienten in Gaskammern des damaligen Deutschen Reiches sterben.
Foto: Sammlung Prinzhorn
Insgesamt mussten mindestens 216 000 Patienten psychiatrischer Anstalten bis 1945 durch die nationalsozialistische „Euthanasie“ ihr Leben lassen (7). Nach Abbruch der „Aktion T4“ starben sie durch absichtlich herbeigeführten Hunger und bewusste Überdosierung von Medikamenten. Währenddessen wurde die während der ersten „Euthanasie“-Phase erprobte Technik des industriellen Tötens weiterentwickelt und in den großen Vernichtungslagern gegen die europäischen Juden und andere Opfergruppen eingesetzt (8).
Massentötung psychiatrischer Patienten
Peter D. gehörte wie Auguste O. zu den Patienten, gegen die sich die nationalsozialistische Vernichtungspolitik zuerst wandte. 1938, im Jahr des Anschlusses Österreichs an das damalige Deutsche Reich, gab der an progressiver Paralyse erkrankte Peter D. bei seiner Aufnahme in die Anstalt „Am Feldhof“ in Graz an, er höre innere Stimmen, „die ihm eingesagt hätten, er werde erschossen oder vergiftet werden“. Er wurde 1940 oder 1941 in der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz/Donau vergast. Seine Wahnvorstellung wurde zur Wirklichkeit.
Während der „Aktion T4“ wurden die Krankenakten der Patienten bei den Verlegungen in die Tötungsanstalten mitgegeben. Dies galt sowohl für die Krankengeschichte als auch für die so genannte Personalakte, in der Schriftwechsel mit Kostenträgern, weiteren Behörden, aber auch mit den Angehörigen aufbewahrt wurden. So kamen die Akten zunächst zum selben Zeitpunkt wie die Patienten in die Tötungsanstalten. Nach ihrer Ermordung, die noch am Tag des Transportes stattfand, gelangten die Akten in die Büroabteilung der jeweiligen Tötungsanstalt, die für die bürokratische Seite des Mordprogramms zuständig war. Hier stellten die zu Tarnungszwecken eingerichteten Sonderstandesämter Sterbeurkunden aus, es wurden „Trostbriefe“ mit falschen Todesursachen an die Angehörigen versandt und auf Anfrage weiterer Schriftwechsel mit Behörden (unter anderem mit Gesundheitsämtern und Vormundschaftsgerichten) geführt. Heute werden 30 000 der insgesamt 70 000 Krankenakten der Opfer der „Aktion T 4“ im Bundesarchiv Berlin aufbewahrt, nachdem sie Anfang der Neunzigerjahre im Zentralarchiv der DDR wiederentdeckt worden waren.
Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) (Projekt Nr. HO-2208/2-1) der Boehringer Ingelheim Stiftung und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg gefördertes Forschungsprojekt widmet sich derzeit den Krankenakten als den letzten von den Opfern hinterlassenen Spuren (10). Die bisherige Forschung war, auch weil die Krankenakten als verschollen galten, eher auf die Täter und die Abläufe der „Aktion T4“ konzentriert (16, 17).
Das Forschungsprojekt teilt sich in zwei zentrale Bereiche: Zum einen erfolgt eine quantitativ-statistische Auswertung anhand einer Stichprobe von 3 000 Krankengeschichten, wobei jeweils mehr als 90 Kriterien untersucht werden. Hierbei liegt die Konzentration auf drei thematischen Schwerpunkten: Es werden Variablen zur Person erhoben, die im engeren und weiteren Sinne die soziale Herkunft der Opfer nach äußeren Kriterien (zum Beispiel durch Zuordnung der Berufe) bestimmen. Ferner sollen Transportdaten und Verlegungsorte aufgenommen werden, um die bisherigen Kenntnisse zum räumlichen und zeitlichen Ablauf dieser Phase der „Euthanasie“-Aktion zu ergänzen. Nicht zuletzt werden Informationen zu medizinischen Bewertungen und anderen Akteninhalten (Arbeitsleistung, Pflegebedürftigkeit, Verhalten und geistige Fähigkeiten) gesammelt, die den Tätern als Selektionskriterien gedient haben können.
Das Forschungsprojekt: Krankenakten als letzte Spur
Zum anderen sollen detaillierte biografisch-qualitative Analysen ausgewählter Lebensläufe das leisten, was eine quantitative Untersuchung nicht vermag: die Individualität der Opfer, sei es in typischen, sei es in außergewöhnlichen Charakterzügen, Erlebnissen oder Lebensgeschichten, deutlich werden zu lassen. Hierzu sollen auch die Akten bestimmter Patientengruppen wie Kinder oder jüdische Patienten genauer analysiert werden, denn Kinder und Jugendliche wurden nicht nur in den auf Kindertötungen spezialisierten Kinderfachabteilungen ermordet („Kindereuthanasie“), sondern auch in die „Aktion T4“ mit einbezogen (18, 2). Die jüdischen Anstaltspatienten wurden fast ausnahmslos, gleichsam im Vorgriff auf die „Endlösung der Judenfrage“, allein aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit in einer gesonderten „Aktion“ ermordet (8, 9). Welche Charakteristika tatsächlich spezifisch für die Opfer der „Aktion T4“ sind, soll mithilfe einer Vergleichsstichprobe geklärt werden. Hierbei sollen Akten aus zehn verschiedenen Anstalten des damaligen deutschen Reiches berücksichtigt werden.
Erste Ergebnisse einer Pilotstudie
1999 wurde eine Pilotstudie zu dem DFG-Projekt durchgeführt, die 185 Akten einbezog (20, 10). Damals wurden etwa 50 Variablen erhoben. Das aktuelle Auswertungsschema wurde anhand der Erfahrungen dieser Pilotstudie entwickelt. Im Folgenden sollen einige ausgewählte Ergebnisse aus der Studie vorgestellt werden. Hinter der Erhebung der personenbezogenen Variablen steht jeweils die Frage, welche Menschen besonders gefährdet waren, als Psychiatriepatienten in die Mühle der NS-„Euthanasie“ zu geraten: Männer oder Frauen, Ledige oder Verheiratete, Menschen aus großen Städten oder aus kleinen Dörfern? Bedeutsam erschien besonders die Erhebung von Daten zur Beantwortung der Frage, ob tatsächlich, wie zunächst angenommen, mittellose Patienten aus den unteren Bevölkerungsschichten stärker gefährdet waren als besser gestellte. Hierzu wird nicht nur der Beruf erhoben und einem Schichtenmodell aus der historischen Sozialforschung zugeordnet, sondern auch untersucht, ob der Patient Selbstzahler war oder „auf öffentliche Kosten“ verpflegt wurde und welcher „Verpflegungsklasse“ er angehörte. Zum Sozialstatus im weiteren Sinne werden auch diejenigen Kriterien gezählt, die mit der Psychiatrisierung (Anstaltsaufnahme) zusammenhängen. Sie dürften häufig ein Maß für die Entfremdung von (oder Ausgrenzung aus) der Gesellschaft sein. Erhoben werden unter anderem das Alter bei Ersthospitalisierung, die Zahl der Aufnahmen, die Gesamtdauer der letzten Hospitalisierung – des Aufenthaltes also, der bis zur Ermordung andauerte – und die Anzahl der Verlegungen von einer Anstalt in eine andere als Maß für eine Entwurzelung aus dem ursprünglichen Lebensumfeld. Oft, aber keineswegs immer, zerbrachen im Laufe eines langen Anstaltsaufenthaltes die Beziehungen zwischen Patienten und ihren Angehörigen: Zu diesem Themenbereich wird untersucht, ob Post und Besuche von Angehörigen dokumentiert sind.
Die Selektionskriterien der Täter umfassten „Rasse“, Leistungsfähigkeit im Sinne einer nicht nur „mechanischen Arbeitsleistung“ und eine eventuelle Straffälligkeit vor der Anstaltsaufnahme. Sie bezogen sich auch auf medizinische Daten im engeren Sinne. Dies lässt sich aus den geforderten Angaben auf den so genannten Meldebögen, mit denen die Anstalten ihre Patienten an die „Euthanasie“-Zentrale in Berlin melden mussten, erschließen. Gefragt wurde im Meldebogen explizit nach Diagnose, Erblichkeit, Heilungsaussichten und Dauer der Anstaltsbehandlung. Gemeldet werden sollten alle Patienten, die sich länger als fünf Jahre in Anstaltsbehandlung befanden. Tatsächlich wurden nach den Ergebnissen der Pilotstudie vorwiegend Langzeitpatienten (Median: zehn Jahre) ermordet, die unter den damals therapeutisch wenig beeinflussbaren und zur Chronifizierung neigenden Erkrankungen Schizophrenie, Epilepsie und Progressive Paralyse oder einer geistigen Behinderung („Schwachsinn“) litten. Es gab aber auch Ausnahmen: Etwa 20 Prozent der Ermordeten lebten weniger als fünf Jahre in einer Anstalt. Die Vermutung, dass es sich hierbei zum Teil um Kinder und um Patienten gehandelt haben könnte, die aufgrund einer Straftat nach § 42b RStGB eingewiesen wurden, wird in der jetzigen Studie überprüft.
Rekonstruktion der „Aktion T4“
Über die „Aktion T4“, die erste Phase der NS-„Euthanasie“, ist deutlich mehr bekannt als über die Vorgänge der sich anschließenden dezentralen Phase der „Euthanasie“, was unter anderem durch die schwierige Quellenlage bedingt ist. Erst in jüngerer Zeit warf die umfassende Monographie von Heinz Faulstich Licht auf das Ausmaß des Hungersterbens psychiatrischer Patienten in den Anstalten des damaligen deutschen Reiches (6). Trotz zahlreicher regionalgeschichtlicher und übergreifender Studien zur „Aktion T4“ bleiben jedoch auch hier noch viele Fragen offen (5, 12, 25, 4, 11). Das derzeitige Forschungsprojekt möchte zu einer Gesamtdarstellung beitragen. Zu diesem Zweck müssen Hinweise aus den Krankenakten zum Beispiel zu Krankentransporten in die Zwischen- oder Tötungsanstalten sorgfältig mit dem bisherigen Kenntnisstand abgeglichen werden.
Lebensgeschichten als Informationsquelle
Neue Erkenntnisse sind vor allem bezüglich der Fragen zu erwarten, welche Anstalten als Zwischenanstalten fungiert haben, inwieweit auch kirchliche Anstalten verwickelt waren, aber auch bezüglich des Vorgehens der zentralen „Euthanasie“-Dienststelle in bislang wenig erforschten Regionen, so zum Beispiel in den im heutigen Polen gelegenen Anstalten oder im heutigen Slowenien (damals die unter deutscher Zivilverwaltung stehende Region Untersteiermark). Auch Unterschiede zwischen dem 1938 „angeschlossenen“ Österreich und dem übrigen Gebiet des Deutschen Reiches werden ins Blickfeld rücken.
Psychiatrische Krankengeschichten sind eine bislang selten genutzte Quelle zur Rekonstruktion von Biografien nicht berühmter Personen. Dabei enthüllen gerade die Lebensgeschichten dauerhaft hospitalisierter Menschen noch im Scheitern der Lebensentwürfe nicht nur vieles individuell Anrührende, sondern sie beleuchten auch schlaglichtartig Exemplarisches der jeweiligen gesellschaftlichen Situation. So vermag die einzige von Auguste O. hinterlassene Zeichnung mit ihrer traumartig entrückten Atmosphäre ebenso wie ihre Krankengeschichte noch heutige Betrachter anzusprechen (Abbildung). Aus ihrer Krankengeschichte erfährt man, dass die geschiedene Frau eines Zeichners, die einen Sohn zur Welt gebracht, aber auch zwei Fehlgeburten gehabt hatte, „nur noch eine verschwommene Erinnerung an die Vergangenheit“ habe (21). So behaupte sie unter anderem, drei Kinder zu haben. Ihre Geschichte kann für die vieler Frauen in psychiatrischen Anstalten ihrer Zeit stehen: Dauerhaft hospitalisiert nach ihrer als „dementia praecox“ diagnostizierten Erkrankung, wurde sie bald von ihrem Mann geschieden. Für die etwa dreißig weiteren Jahre ihres Anstaltsaufenthaltes findet sich in der Akte keine Erwähnung von Besuch. Dies war ein häufiges Schicksal besonders von Frauen, die, von ihren Familien oder Ehemännern abgeschoben oder vergessen, ein einsames Leben führten. Während der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktion konnte dies zu einem Todesurteil werden. In den Meldebögen wurde erfragt, ob die Patientin oder der Patient regelmäßig Besuch bekamen. Doch auch ein enger Kontakt zu engagierten Angehörigen bedeutete keine Sicherheit, wie es die Biografien einiger anderer Patienten zeigen.
Psychiatrische Patienten zeigen auch und gerade in ihrem Wahnerleben ein feines Gespür für das Maß und die Form ihrer gesellschaftlichen Ausgrenzung. Dass die imaginierte Verfolgung zur grausamen Realität eines industriellen Tötens werden sollte, haben sie vielleicht nicht gewusst, aber doch geahnt und befürchtet. Ihnen standen kaum Möglichkeiten zur Flucht oder zum Widerstand zur Verfügung. Sie sollten daher als Opfer des Nationalsozialismus einen besonderen Platz in der öffentlichen Gedenkkultur einnehmen.

zZitierweise dieses Beitrags: Dtsch Arztebl 2003; 100: A 2626–2630 [Heft 41]
Anschrift für die Verfasser:
Dr. med. Gerrit Hohendorf
Psychiatrische Universitätsklinik
Voßstraße 4
69115 Heidelberg
E-Mail: Gerrit.Hohendorf@urz.uni-heidelberg.de

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das beim Verfasser erhältlich oder im Internet unter www.aerzteblatt.de/lit4103 abrufbar ist.
Anzeige
1.
Aly G (ed): Aktion T4 1939–1945 – Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4 (= Stätten der Geschichte Berlins 26). Berlin: Edition Hentrich 1989.
2.
Benzenhöfer U: „Kinderfachabteilungen“ und „NS-Kindereuthanasie“ (Studien zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus 1). Wetzlar: GWAB-Verlag 2000.
3.
Burleigh M: Tod und Erlösung – Euthanasie in Deutschland 1900–1945. Zürich, München: Pendo 2003.
4.
Cranach Mv, Siemen HL (ed.): Psychiatrie im Nationalsozialismus – Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945. München: Oldenbourg 1999.
5.
Faulstich H: Von der Irrenfürsorge zur „Euthanasie“ – Geschichte der badischen Psychiatrie bis 1945. Freiburg/Br.: Lambertus 1993.
6.
Faulstich H: Hungersterben in der Psychiatrie 1914–1949 – Mit einer Topographie der NS-Psychiatrie. Freiburg: Lambertus 1998.
7.
Faulstich H: Die Zahl der „Euthanasie“-Opfer. In: Frewer A, Eickhoff C (ed.): „Euthanasie“ und die aktuelle Sterbehilfe-Debatte – Die historischen Hintergründe medizinischer Ethik. Frankfurt/M., New York: Campus: 218–232.
8.
Friedlander H: Der Weg zum NS-Genozid – Von der Euthanasie zur Endlösung. Berlin: Berlin Verlag 1997.
9.
Hinz-Wessels A: Das Schicksal jüdischer Patienten in brandenburgischen Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus. In: Hübener K (ed.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit (Schriftenreihe zur Medizin-Geschichte des Landes Brandenburg 3). Berlin: be.bra verlag 2002: 259–286.
10.
Hohendorf G, Rotzoll M, Richter P et al.: Die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie-Aktion T4“ – Erste Ergebnisse eines Projektes zur Erschließung von Krankenakten getöteter Patienten im Bundesarchiv Berlin. Der Nervenarzt 2002; 73: 1065–1074.
11.
Hübener K (ed.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit (Schriftenreihe zur Medizin-Geschichte des Landes Brandenburg 3). Berlin: be.bra verlag 2002.
12.
Kaminsky U: Zwangssterilisation und „Euthanasie“ am Beispiel von Einrichtungen der Erziehungsfürsorge und Heil- und Pflegeanstalten der Inneren Mission im Rheinland 1933 bis 1945. Köln: Rheinland-Verlag 1995.
13.
Kaul FK: Die Psychiatrie im Strudel der Euthanasie – Ein Bericht über die erste industriemäßig durchgeführte Mordaktion des Naziregimes. Frankfurt/M.: Europäische Verlagsanstalt 1979.
14.
Klee E: „Euthanasie“ im NS-Staat – Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Frankfurt/M.: Fischer 1983.
15.
Klee E (ed): Dokumente zur „Euthanasie“. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1985.
16.
Klee E: Was sie taten – Was sie wurden – Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- und Judenmord. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1986.
17.
Lifton RJ: Ärzte im Dritten Reich. Stuttgart: Klett-Cotta 1988.
18.
Roer D: „Lebens-unwert“ – Kinder und Jugendliche in der NS-Psychiatrie. In: Hamann M, Asbeck H (ed.): Halbierte Vernunft und totale Medizin – Zu Grundlagen, Realgeschichte und Fortwirkungen der Psychiatrie im Nationalsozialismus (= Beiträge zur Nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 13). Berlin, Göttingen: Verlag der Buchläden Schwarze Risse, Rote Straße 1997: 107–130.
19.
Roelcke V, Hohendorf G: Akten der „Euthanasie“-Aktion T 4 gefunden. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1993; 41: 479–481.
20.
Rotzoll M, Hohendorf G: Ein Projekt zur Auswertung der T4-Krankenakten aus dem Bestand R 179 des Bundesarchivs Berlin. In: Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation (ed.): Frühjahrstagung 12.–14. Mai 2000 in Berlin-Lichterfelde. Berlin: Bundesarchiv 2001: 51–65.
21.
Rotzoll M: Auguste Opel – „An die Vergangenheit hat sie nur eine ganz verschwommene Erinnerung“. In: Brand-Claussen B, Röske T, Rotzoll M (ed.): Todesursache Euthanasie – Verdeckte Morde in der NS-Zeit. Heidelberg: Das Wunderhorn/Sammlung Prinzhorn 2002: 133–135.
22.
Sandner P: Die „Euthanasie“-Akten im Bundesarchiv – Zur Geschichte eines lange verschollenen Bestandes. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1999; 47: 385–400.
23.
Sandner P: Schlüsseldokumente zur Überlieferungsgeschichte der NS-„Euthanasie“-Akten gefunden. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2003; 51: 285–290.
24.
Schmuhl HW: Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie – Von der Verhütung zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ 1890–1945 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 75). Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 2. Aufl. 1992.
25.
Walter B: Psychiatrie und Gesellschaft in der Moderne – Geisteskrankenfürsorge in der Provinz Westfalen zwischen Kaiserreich und NS-Regime (= Forschungen zur Regionalgeschichte 16): Paderborn: chönigh 1996.
1. Aly G (ed): Aktion T4 1939–1945 – Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4 (= Stätten der Geschichte Berlins 26). Berlin: Edition Hentrich 1989.
2. Benzenhöfer U: „Kinderfachabteilungen“ und „NS-Kindereuthanasie“ (Studien zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus 1). Wetzlar: GWAB-Verlag 2000.
3. Burleigh M: Tod und Erlösung – Euthanasie in Deutschland 1900–1945. Zürich, München: Pendo 2003.
4. Cranach Mv, Siemen HL (ed.): Psychiatrie im Nationalsozialismus – Die Bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945. München: Oldenbourg 1999.
5. Faulstich H: Von der Irrenfürsorge zur „Euthanasie“ – Geschichte der badischen Psychiatrie bis 1945. Freiburg/Br.: Lambertus 1993.
6. Faulstich H: Hungersterben in der Psychiatrie 1914–1949 – Mit einer Topographie der NS-Psychiatrie. Freiburg: Lambertus 1998.
7. Faulstich H: Die Zahl der „Euthanasie“-Opfer. In: Frewer A, Eickhoff C (ed.): „Euthanasie“ und die aktuelle Sterbehilfe-Debatte – Die historischen Hintergründe medizinischer Ethik. Frankfurt/M., New York: Campus: 218–232.
8. Friedlander H: Der Weg zum NS-Genozid – Von der Euthanasie zur Endlösung. Berlin: Berlin Verlag 1997.
9. Hinz-Wessels A: Das Schicksal jüdischer Patienten in brandenburgischen Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus. In: Hübener K (ed.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit (Schriftenreihe zur Medizin-Geschichte des Landes Brandenburg 3). Berlin: be.bra verlag 2002: 259–286.
10. Hohendorf G, Rotzoll M, Richter P et al.: Die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie-Aktion T4“ – Erste Ergebnisse eines Projektes zur Erschließung von Krankenakten getöteter Patienten im Bundesarchiv Berlin. Der Nervenarzt 2002; 73: 1065–1074.
11. Hübener K (ed.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit (Schriftenreihe zur Medizin-Geschichte des Landes Brandenburg 3). Berlin: be.bra verlag 2002.
12. Kaminsky U: Zwangssterilisation und „Euthanasie“ am Beispiel von Einrichtungen der Erziehungsfürsorge und Heil- und Pflegeanstalten der Inneren Mission im Rheinland 1933 bis 1945. Köln: Rheinland-Verlag 1995.
13. Kaul FK: Die Psychiatrie im Strudel der Euthanasie – Ein Bericht über die erste industriemäßig durchgeführte Mordaktion des Naziregimes. Frankfurt/M.: Europäische Verlagsanstalt 1979.
14. Klee E: „Euthanasie“ im NS-Staat – Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Frankfurt/M.: Fischer 1983.
15. Klee E (ed): Dokumente zur „Euthanasie“. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1985.
16. Klee E: Was sie taten – Was sie wurden – Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- und Judenmord. Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1986.
17. Lifton RJ: Ärzte im Dritten Reich. Stuttgart: Klett-Cotta 1988.
18. Roer D: „Lebens-unwert“ – Kinder und Jugendliche in der NS-Psychiatrie. In: Hamann M, Asbeck H (ed.): Halbierte Vernunft und totale Medizin – Zu Grundlagen, Realgeschichte und Fortwirkungen der Psychiatrie im Nationalsozialismus (= Beiträge zur Nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 13). Berlin, Göttingen: Verlag der Buchläden Schwarze Risse, Rote Straße 1997: 107–130.
19. Roelcke V, Hohendorf G: Akten der „Euthanasie“-Aktion T 4 gefunden. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1993; 41: 479–481.
20. Rotzoll M, Hohendorf G: Ein Projekt zur Auswertung der T4-Krankenakten aus dem Bestand R 179 des Bundesarchivs Berlin. In: Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation (ed.): Frühjahrstagung 12.–14. Mai 2000 in Berlin-Lichterfelde. Berlin: Bundesarchiv 2001: 51–65.
21. Rotzoll M: Auguste Opel – „An die Vergangenheit hat sie nur eine ganz verschwommene Erinnerung“. In: Brand-Claussen B, Röske T, Rotzoll M (ed.): Todesursache Euthanasie – Verdeckte Morde in der NS-Zeit. Heidelberg: Das Wunderhorn/Sammlung Prinzhorn 2002: 133–135.
22. Sandner P: Die „Euthanasie“-Akten im Bundesarchiv – Zur Geschichte eines lange verschollenen Bestandes. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 1999; 47: 385–400.
23. Sandner P: Schlüsseldokumente zur Überlieferungsgeschichte der NS-„Euthanasie“-Akten gefunden. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 2003; 51: 285–290.
24. Schmuhl HW: Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie – Von der Verhütung zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ 1890–1945 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 75). Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 2. Aufl. 1992.
25. Walter B: Psychiatrie und Gesellschaft in der Moderne – Geisteskrankenfürsorge in der Provinz Westfalen zwischen Kaiserreich und NS-Regime (= Forschungen zur Regionalgeschichte 16): Paderborn: chönigh 1996.

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige