ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2003Missbrauch: Wider die Aufspaltung in Lager

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Missbrauch: Wider die Aufspaltung in Lager

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2646 / B-2211 / C-2077

Kappe, Holger

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LNSLNS Dass sich Psychologische Psychotherapeuten als die einzigen Experten auf dem Gebiet der Psychotherapie oder schlicht als „die“ Psychotherapeuten darstellen, ist mir schon häufiger aufgefallen und dürfte i. d. R. ein Teil bewusster Lobbyarbeit sein.
Ärgerlich macht es mich, solche unbewusste oder bewusste Geschäftstüchtigkeit nun auch in Sachartikeln des Deutschen Ärzteblattes zu finden, hier im Artikel, wo Empfehlungen genannt werden, dass Ärzte sexuell traumatisierte Frauen an Beratungsstellen verweisen oder auf spezialisierte Psychologische Psychotherapeuten hinweisen mögen. Selbstverständlich gibt es auch geeignete, traumatherapeutisch spezialisierte ärztliche Psychotherapeuten – eine Aufspaltung und Ausgrenzung ist hier nicht angebracht.
Ich möchte vorschlagen, darauf zu achten, die Identifizierung der eifrigen psychologischen Kollegen als die eigentlichen oder alleinigen Fachleute für Psychotherapie nicht zu fördern, z. B. indem generell beide Berufsgruppen nebeneinander genannt oder allgemein von Psychotherapeuten gesprochen wird.
Holger Kappe, Auguste-Förster-Straße 21, 34131 Kassel
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