VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2676 / B-2232 / C-2096

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Kurt Karl Stephan Semm. Foto: Archiv
Kurt Karl Stephan Semm. Foto: Archiv
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Kurt Karl Stephan Semm, von 1970 bis 1995 Direktor der Universitätsfrauenklinik Kiel und zugleich Leiter der Michaelis-Hebammenschule Kiel, starb am 16. Juli in Tuscon, Arizona/USA, im Alter von 76 Jahren.
Kurt Semm, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Medizin studierte, absolvierte seine Facharztweiterbildung zum Frauenarzt in München und habilitierte sich an der II. Universitäts-Frauenklinik der Universität in München. Semm war 25 Jahre lang Leiter der Universitäts-Frauenklinik in Kiel und Direktor dieser Klinik, die weltweit großen Ruf erlangte. Neben den stets dem höchsten Stand entsprechenden klinischen Organisationen hat er die operative Gynäkologie durch intensives Verbreiten der operativen Laparoskopie für die Zukunft geprägt und bereichert. Dabei musste er gegen viele Vorurteile ankämpfen. Selbst in Kiel war die Akzeptanz der von ihm als Pelviskopie bezeichneten Technik als diagnostische und therapeutische Maßnahme zunächst schwierig. Es gab in den ersten Jahren der pelviskopischen Operationen einen Verein von „Geschädigten“, die gegen ihn arbeiteten.
Semm war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Fachgesellschaften im In- und Ausland; er gründete einige und war Sekretär und Präsident vieler dieser Gesellschaften. Er war 1956 Gründungsmitglied und danach langjähriger Schriftführer und Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität e.V. 1966 war er Gründer und später Mitglied der Europäischen Sterilitäts- und Kongressorganisationsgesellschaft ESCO und von 1966 bis 1990 Generalsekretär dieser Fachgesellschaft. Semm hat sich auch bei den Internationalen Fortbildungskongressen der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer engagiert, so wiederholt bei den Kongressen in Davos. Er wurde 1980 zum Ehrendoktor der Veterinärmedizinischen Fakultät Hannover ernannt. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Ernst von Bergmann-Medaille der Medizinischen Gesellschaft von Schleswig-Holstein, Bad Segeberg, ferner Träger der Medaille der Charité zu Berlin sowie Ehrenmitglied zahlreicher Fachgesellschaften.
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