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Lexikon: RSA

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): A-2680 / B-2236 / C-2100

Flintrop, Jens

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LNSLNS Ziel des Risiko­struk­tur­aus­gleichs (RSA) ist es, die Wettbewerbsbedingungen zwischen den Krankenkassen gerecht zu gestalten. Bis 1996 hatten die Krankenkassen bei weitgehend gleichen Leistungsansprüchen ihrer Versicherten sehr unterschiedliche Beitragssätze, die auf sachlich nicht gerechtfertigte Unterschiede im Kassenwahlrecht der Versicherten zurückzuführen waren. Nur ein Teil der Versicherten, vor allem Angestellte, konnte zwischen mehreren Krankenkassen wählen. Arbeiter hatten dieses Wahlrecht in der Regel nicht. Dadurch entstanden bei den Krankenkassen unterschiedliche Risikostrukturen. Diese ergaben sich zum Beispiel aus verschiedenen Grundlöhnen der Versicherten, die zu unterschiedlichen Beitragszahlungen führten, aus der Anzahl der beitragsfrei versicherten Familienangehörigen oder aus Unterschieden im Alter und Geschlecht der Versicherten. Seit 1996 können die Versicherten der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ihre Krankenkassen frei wählen. Ohne Regulativ besteht für die Krankenkassen jedoch ein ökonomischer Anreiz, insbesondere solche Versicherte zum Kassenwechsel zu bewegen, die ein geringes Erkrankungsrisiko bei hohen Deckungsbeiträgen aufweisen („gute Risiken“). Durch den RSA sollen diese Anreize zur Risikoselektion minimiert werden und die finanziellen Folgen unterschiedlicher historisch gewachsener Risikostrukturen aufgefangen werden. Ab 2007 wird der heute nur nach Alter, Geschlecht, Krankengeldansprüchen und Erwerbsminderung differenzierte Beitragsbedarfsausgleich unmittelbar morbiditätsorientiert ausgestaltet. In bestimmten Diagnose- oder Kostengruppen wird der medizinische Versorgungsbedarf dann in der Höhe der Beitragsbedarfszuweisungen berücksichtigt. JF
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