ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2003Alles ist im Fluss: Verwässertes und Unverwässertes

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Alles ist im Fluss: Verwässertes und Unverwässertes

Dtsch Arztebl 2003; 100(41): [52]

Juds, Bernd

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LNSLNS Es gibt keine unverwässerlichen Weine.

Ein kurzes Abtauchen in der Politik – und schon kommen sie reingewaschen wieder nach oben.

Wasser hat nie Balken, aber oft Ölteppiche.

Wie tröstlich: Warmer Regen und kalte Dusche bestehen aus H2O.

Oben auf der Welle denke ans Wellental.

Unsere Flüsse können den Bächen nicht das Wasser reichen.

Mitten im reißenden Strom lobt man sogar das unbekannte Ufer.

Alle Weine müssten rot werden (frage die Produzenten!).
Zeichnung: Reinhold Löffler
Zeichnung: Reinhold Löffler

Kalkutta liegt am Ganges – und alles an uns.

Nicht jedes Antikobjekt, das wir aus dem Fluss fischen, muss ein Moses im Körbchen sein.

Alles ist im Flusse: Plastikbuddeln und Giftmüll.

Wer an der Quelle sitzt, fragt nicht nach dem Wasserstand weiter unten.

Wem das Wasser bis zum Hals steht, der hat Überblick.

Immer, wenn Blut fließt, kommt es später zu Mangel-erscheinungen.

Wer Mittel in eigene Taschen fließen lässt, muss mit Durchnässung und Fleckenbildung rechnen.

Käme endlich einer, der heilsames Öl auf die Wogen in Nahost gösse – er bekäme es mit den Gewässerschützern zu tun.

Polschmelze? Surferparadies!

Die Welle nippt am Touristenstrand – und zieht sich eilends wieder zurück.

Wären die Fische nicht stumm – sie würden „Kadmium, Kadmium“ rufen.

Bernd Juds
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