ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2003Fernsehen: Zu wenig Wirtschaft

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Fernsehen: Zu wenig Wirtschaft

Dtsch Arztebl 2003; 100(42): A-2688 / B-2244 / C-2106

Merten, Martina

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LNSLNS Studie ermittelt Anteil der Wirtschaftsthemen in den Nachrichten der Sender.
Die öffentlich-rechtlichen und die privaten Fernsehsender vermitteln kein vollständiges Bild von wirtschaftlichen Ereignissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für empirische Medienforschung zur Wirtschaftsberichterstattung der Hauptnachrichtensendungen. Auftraggeber war der Ernst-Schneider-Preis der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK). Im Rahmen der Studie wurden in der Woche vom 10. bis zum 16.
März – Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnete in dieser Woche die Debatte über die Reform der Sozialsysteme mit einer Regierungserklärung – die Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL, SAT1, PRO 7, Kabel 1, RTL II und Vox verglichen.
Im Durchschnitt macht der Studie zufolge die Berichterstattung aller Sender über Wirtschaftsthemen ein Fünftel der Nachrichtenbeiträge und ein Viertel der Gesamtsendedauer aus. Von 762 Beiträgen mit einer Gesamtsendedauer von 821 Minuten befassten sich 159 Beiträge in 205 Sendeminuten mit wirtschaftsbezogenen Themen. Dabei gaben die öffentlich-rechtlichen Sender den Themen Politik und Wirtschaft mehr Sendezeit als ihre privaten Konkurrenten. Beschäftigten sich bei ARD und ZDF 31 beziehungsweise 29 Beiträge mit wirtschaftsbezogenen Themen, waren es bei den privaten Sendern 21 oder weniger.
Dr. Herbert Ferger, Vorstandsmitglied des Ernst-Schneider-Preises der IHK, zu den Ergebnissen: „Je kleiner der Sender, desto weniger erfüllt er die im Rundfunkstaatsvertrag genannten Verpflichtungen, im Programm zu wesentlichen Teilen auch Information anzubieten.“ Dadurch bestehe innerhalb der Bevölkerung sowohl eine Erkenntnis- als auch eine Verständnislücke, was es schwieriger mache, Entscheidungen zu treffen. MM
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