ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2003Morbus Basedow: Fehlinformation
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LNSLNS . . . Den Autoantikörper für M. Basedow gibt es nicht. Den zitierten Forschern gelang vielmehr die Isolierung eines Antikörpers aus den Lymphozyten eines Patienten. Ob dieser als repräsentativ für die Krankheit M. Basedow steht, ist völlig ungewiss und bleibt abzuwarten.
Auch die aus dieser Arbeit gezogenen Schlüsse für die Entwicklung von Serumtests sind nicht korrekt. Tests mit 100-prozentiger Spezifität für Morbus Basedow sind nicht neu und bereits Bestandteil des klinischen Routinelabors. Wenn überhaupt, so ließe sich die Sensitivität der Tests noch etwas verbessern. Doch selbst diese liegt bei modernen Verfahren bereits bei ca. 95 %, und eine zusätzliche Verbesserung durch den monoklonalen Antikörper ist eher unwahrscheinlich. Dieser „Verwechslung“ zwischen Spezifität und Sensitivität erlag bereits der von Ihnen zitierte Autor des Lancet Editorials, was einmal wieder zeigt, dass selbst renommierte Fachzeitschriften nicht frei von Fehlern sind.
Dr. med. Nils G. Morgenthaler, Heiligenseestraße 121 f, 13503 Berlin
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