MEDIZIN: Referiert

Darmblutung unter NSAR

Dtsch Arztebl 2003; 100(42): A-2737 / B-2283 / C-2142

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LNSLNS Dass nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Ulkusentstehung und zu Ulkusblutung führen können, ist geläufig. Aber auch der untere Verdauungstrakt (Dünndarm und Dickdarm) können geschädigt werden, sei es bei vorbestehender Divertikulose oder sei es durch Ulzera, die sich bevorzugt im Übergangsbereich von Dünndarm zum Dickdarm manifestieren.
Die Autoren berichten über 8 076 Patienten mit rheumatoider Arthritis, die mindestens ein Jahr lang 2 × 500 mg Naproxen oder 50 mg Rofecoxib erhielten. Die Rate an ernsteren Komplikationen im Bereich von Dünn- oder Dickdarm lag unter Rofecoxib bei 0,41 pro 100 Patientenjahre, unter Naproxen bei 0,89. 40 Prozent aller Komplikationen vonseiten des Verdauungstraktes betrafen den unteren Verdauungstrakt, wobei das Risiko unter dem COX2-selektiven Rofecoxib 54 Prozent niedriger lag als unter Naproxen. w

Laine L, Connors LG, Reicin A et al.: Serious lower gastrointestinal clinical events with nonselective NSAID or Coxib use. Gastroenterology 2003; 124: 288–292.

Dr. L. Laine, GI Division, Department of Medicine, University of Southern California, School of Medicine, 2025 Zonal Avenue, Los Angeles, California 90033, USA.
E-Mail: llaine@usc.edu

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