ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2003Herzchirurgie: Immer noch Wartelisten

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Herzchirurgie: Immer noch Wartelisten

Dtsch Arztebl 2003; 100(43): A-2756 / B-2300 / C-2156

Clade, Harald

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Herzoperation mit einer Herz- Lungen-Maschine Foto: dpa
Herzoperation mit einer Herz- Lungen-Maschine Foto: dpa
Ergebnisse der 79 Herzchirurgie-Zentren in Deutschland

Obwohl die Zahl der Herzoperationen mit einer Herz-Lungen-Maschine in den 79 Herzchirurgie-Zentren in Deutschland 2002 gegenüber dem Vorjahr um 399 zurückging, gibt es immer noch eine Warteliste für Patienten, die sich dringend einer solchen Operation unterziehen müssen. 2002 standen 5 573 Patienten auf der Liste, 270 weniger als ein Jahr zuvor. Noch vor fünf Jahren standen 10 000 Patienten auf der Liste. Dies geht aus dem „Herzbericht 2002“ hervor, den Ministerialrat Dr. Ernst Bruckenberger im Auftrag der Arbeitsgruppe Krankenhauswesen der Obersten Landesbehörden der Länder jetzt veröffentlichte.
Danach entfielen 2002 auf eine Million Einwohner 1 165 Herzoperationen gegenüber 1 172 ein Jahr davor. Die Zahl der Operationen bei Herzklappenfehlern nahm um 575, bei den sonstigen Indikationen um 135 zu. Bei den Koronarpatienten nahm sie um 1 030 und bei den angeborenen Herzfehlern um 80 ab.
Ende 2002 waren 435 Ärzte mit der Gebietsbezeichnung Herzchirurgie und weitere 105 mit der Schwerpunktbezeichnung Thorax- und Kardiovaskularchirurgie berufstätig. Die größte Versorgungsdichte haben Hamburg, Bremen, Saarland und Nordrhein-Westfalen. In den 79 Herzchirurgie-Zentren wurden 96 154 Herzoperationen mit und 48 664 Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Davon entfielen 3 744 auf Koronare Herzerkrankungen, 1 218 auf angeborene Herzfehler und 43 684 auf sonstige Operationen. Die Varianz reicht von 138 bis 4 484 Operationen je Zentrum. HC
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