ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2003Orphan Drugs: Förderung gefährdet

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Orphan Drugs: Förderung gefährdet

Dtsch Arztebl 2003; 100(43): A-2758

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Jedes 500. Kind leidet an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung. Foto: Caro
Jedes 500. Kind leidet an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung. Foto: Caro
Häufig leiden Kinder unter seltenen Krankheiten.
Der Gesetzgeber gefährdet die Förderung von Orphan Drugs durch die Europäische Union, kritisierte Eberhard Kroll, Geschäftsführer der Pharmafirma Orphan Europe, kürzlich in Berlin. Nach dem GKV-Modernisierungsgesetz wird der Herstellerabschlag 2004 für nicht festbetragsgebundene Arzneimittel, die zulasten der gesetzlichen Krankenkassen abgegeben werden, von sechs auf 16 Prozent erhöht. Der Abschlag gelte auch für Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen. Nach Ansicht von Kroll führt der Zwangsrabatt dazu, dass die Hersteller ihre Forschungsbudgets kürzen müssen.
„Sehr viele Patienten mit seltenen Krankheiten sind Kinder“, sagte Prof. Dr. med. Friedrich-K. Trefz gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. „Das Neugeborenen-Screening hat ergeben, dass jedes 500. Kind an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung leidet“, so der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Steinenberg in Reutlingen. Nur etwa 35 der 500 seltenen Stoffwechselerkrankungen könnten derzeit behandelt werden. SL
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