ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2003Praxisabläufe: Ende der Freiberuflichkeit

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Praxisabläufe: Ende der Freiberuflichkeit

Dtsch Arztebl 2003; 100(43): A-2783 / B-2322 / C-2177

Rübsam, Harry

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LNSLNS Wenn man von dem so genannten Qualitätsmanagement einer Praxis spricht, sollte man meinen, es handelt sich um die fachliche Perfektion einer Praxis. Aber es geht ja im Wesentlichen um organisatorische Abläufe in einer Praxis, zu deren Gestaltung der Arzt nicht mehr fähig ist. Hierzu muss er Schulungen absolvieren und möglichst noch ein Handbuch kaufen, zur Krönung die Zertifizierung. Das alles ist nur für 1 500 Euro zu haben. Es scheint für bestimmte Kreise ein gutes Geschäft zu sein, die niedergelassenen Ärzte wieder zur Kasse zu bitten.
Hier geht es nicht darum, den Arztpraxen zu helfen, es ist neben der finanziellen Ausbeutung auch eine maßlose Bevormundung. Ähnliches konnte man in der DDR erleben. Ich erinnere nur an die Kollektivprogramme jeder Station eines Krankenhauses. Übrigens wurden solche Vorschriften von den Politikern der damaligen Bundesrepublik als kommunistischer Dirigismus und Unterdrückung der Meinungsfreiheit bezeichnet.Wenn ich jetzt Anleitung bekomme, wie man sich am Te-
lefon meldet und meine Praxisgestaltung zu sein hat, sehe ich darin eine maßlose Unterdrückung der Kreativität. Wenn solcher Schwachsinn zum Gesetz wird, ist das das Ende der Freiberuflichkeit. Es ist offenbar von der rot-grünen Regierung so gewollt, alles Individuelle zu vernichten. Eine Frage bleibt noch: Wer optimiert die Regierungsgeschäfte? Mir scheint, hier ist großer Handlungsbedarf!
Harry Rübsam, Hauptstraße 8, 99848 Wutha-Farnroda
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