ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2003Mauritius/Indischer Ozean: Ein Taucherparadies

VARIA: Reise / Sport / Freizeit

Mauritius/Indischer Ozean: Ein Taucherparadies

Dtsch Arztebl 2003; 100(43): A-2811

Thalheimer, Trudy

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Under water walk: Hier können auch Tauchlaien die exotische Unterwasserwelt des Indischen Ozeans erleben.
Under water walk: Hier können auch Tauchlaien die exotische Unterwasserwelt des Indischen Ozeans erleben.
Kurs Süd – und dann geradeaus. Nur zehn Flugstunden von Deutschland entfernt liegt in der Weite des Indischen Ozeans eine Insel, deren Name als Synonym für einen unbeschwerten Urlaub steht: Mauritius. Mit Temperaturen von durchschnittlich 30 Grad Celsius bietet das Eiland gerade in den deutschen Wintermonaten eine ideale Möglichkeit, der kalten Jahreszeit zu entfliehen.
Luxus in exotischer Umgebung
Dem bequemen Übernacht-Flug der Air Mauritius ist es zu verdanken, dass die Anreise „wie im Flug“ vergeht – ohne nennenswerte Zeitverschiebung und damit auch ohne Jetlag. Auf kaum einer Landkarte ist Mauritius größer eingezeichnet als die berühmte blaue Briefmarke. Kein Wunder, denn mit einem Durchmesser von 50 Kilometern ist die Insel gerade einmal halb so groß wie Mallorca. Dieser nur relativ geringen Ausdehnung ist es zu verdanken, dass kein Hotel weiter als eine Fahrstunde vom Internationalen Flughafen von Mahébourg entfernt liegt. Aber auch diese Zeit lässt sich noch verkürzen, denn mehrere First-Class-Anlagen wie das Beachcomber Le Paradis bieten ihren Gästen Hubschrauber-Transfers an (Infos: www.beachcomber-hotels.com). Ganz gleich für welches Hotel man sich entschieden hat, allen gemeinsam sind die exotischen Parkanlagen mit üppig blühenden Bougainvillea- und Hibiskusbüschen, die großzügig angelegten Swimmingpools, das vielfältige Unterhaltungsprogramm und die gehobene Ausstattung. In zumeist mehreren Bars und Restaurants kann sich der Gast den ganzen Tag über à la carte, per Menü oder am Buffet kulinarisch verwöhnen lassen. Dabei bietet die Speisekarte eine abwechslungsreiche Palette an zumeist eher scharf zubereiteten französischen, chinesischen und indischen Gerichten. Wer seinen Urlaub noch exklusiver genießen möchte, für den stehen auch gediegene Superior- und Presidenten-Villen mit eigenem Pool und Privatstrand zur Verfügung. Dabei ist die Mehrzahl aller Hotels perfekt in die Natur eingepasst, denn es gilt die Vorschrift, dass Dächer stets niedriger als die umgebenden Palmen sein sollen. Dabei wachsen aber Kokospalmen im Gegensatz zu den Klischeevorstellungen über die Tropen eher selten. Zumeist säumen Casuarinen, ursprünglich aus Australien eingeführte Nadelbäume, die Strände. Im Durchschnitt verfügt jedes Hotel über zwei Kilometer Strand, weshalb man auch problemlos Weite und Abgeschiedenheit finden kann.
Korallenriff
Beinahe rund um die Insel zähmt ein 200 bis 400 Meter von der Küste entfernt liegendes Korallenringriff den anstürmenden Indischen Ozean. Die flache Lagune ist damit zu einem friedlichen, natürlichen Schwimmbecken geworden, in dem das ganzjährig 23 bis 27 Grad warme, glasklare Wasser einladend in allen Grün- und Blautönen leuchtet. Die meisten Hotels stellen ihren Gästen Ausrüstungen zum Surfen, Segeln, Wasserskifahren und Schnorcheln kostenfrei zur Verfügung. Für Gäste des eigenen Hotels ebenfalls gratis sind die hervorragend in die Landschaft integrierten Golfplätze, allen voran die beiden 18-Loch-Anlagen des Constance-Hotels Belle Mare Plage, die mit Turnieren von internationalem Renommee aufwarten können (Info: golfopen@bellemarepla gehotel.com).
Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch das Tauchen. Schon viele Gäste haben hier ihre ersten Ausflüge in die Unterwasserwelt absolviert. Insgesamt verteilen sich etwa 40 Tauchbasen rund um die Insel, die nach standardisierten CMAS- und PADI-Richtlinien ausbilden und arbeiten. Die Gäste sind zumeist aus Frankreich stammende Gelegenheitstaucher, die nur sporadisch einen Blick in die Unterwasserwelt wagen. Die Mehrzahl der Tauchbasen ist deshalb auch nur auf kleine Gruppen eingestellt. An manchen Stellen erscheint das Korallenriff mit Nischen und Höhlen geradezu durchlöchert. Zwar kann der Bewuchs mit den Riffen des Roten Meeres nicht ganz mithalten, der Artenreichtum der Fische ist aber ebenso beeindruckend. Taucht man in einen der riesigen Schwärme von Barben oder Großaugenbarschen ein, verliert man beinahe die Orientierung. Besonders aufregende Tauchgänge versprechen die 50 Schiffswracks, die sich rund um die Insel verteilen. Manche sind vor mehreren Jahrhunderten in Wirbelstürmen gekentert, andere wurden in den letzten 20 Jahren als Taucherattraktion versenkt. Bei Souillac im Süden sind Drifttauchgänge möglich, das heißt, man lässt sich mit der Strömung treiben und wird vom mitfahrenden Boot wieder aufgenommen. Kein vorgelagertes Korallenriff schützt hier die Insel. Hohe Klippen ragen ins Meer hinaus, und die See stürzt mit gewaltigem Donner gegen die tiefschwarzen Steilwände. Eindrucksvoller kann der Kontrast zu den sanften Sandstränden der nördlichen Küstenlinien kaum sein.
Land erkunden
Türkisfarbenes Meer, feine Sandstrände – wie hier am Hotel Le Paradis – und grenzenlosen blauen Himmel garantiert Mauritius ganzjährig. Fotos: Trudy Thalheimer
Türkisfarbenes Meer, feine Sandstrände – wie hier am Hotel Le Paradis – und grenzenlosen blauen Himmel garantiert Mauritius ganzjährig.
Fotos: Trudy Thalheimer
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Wer das Landesinnere von Mauritius kennen lernen will, kann sich einer organisierten Ausflugsfahrt anschließen oder selbst ein Fahrrad oder einen Wagen mieten. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell. Die Straßenverhältnisse sind akzeptabel, und jeder Punkt der Insel ist problemlos in einem Tagesausflug zu erreichen. Abseits der Küste ist Mauritius vor allem von der Landwirtschaft geprägt. Entlang der Wege erstrecken sich endlos erscheinende Zuckerrohrplantagen. Sightseeing-Ziel Nummer 1 ist der botanische Garten von Pamplemousses mit Seerosenblättern von zwei Metern Durchmesser und Palmen en masse. Ebenfalls ein beliebtes Ziel ist die Gegend um Chamarel mit ihren viel-
farbigen Gesteinsarten und traumhaften Wasserfällen. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Bucht von Tamarin, hinter der sich der schroffe Rempart erhebt. Dieses Wahrzeichen der Insel wird wegen seiner markanten Form auch als „Mauritianisches Matterhorn“ bezeichnet. Als Tip gilt die kleine vorgelagerte Insel „Ile aux Cerfs“. Hier gibt es die schönsten Sandstrände und einen Restbestand der einst zahlreichen Elefantenschildkröten.
Kein Inselurlaub ohne einen Besuch des quirligen Zentralmarkts der Hauptstadt Port Louis. Jeden Tag drängen sich hier Menschenmassen durch die vier Markthallen aus dem Jahr 1840. Im naturgeschichtlichen Museum gleich nebenan kann man noch Rekonstruktionen und Original-
skelette des im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Nationalvogels „Dodo“ bestaunen. Im Wettbewerb mit anderen Destinationen erhält Mauritius nur die besten Noten. Das spiegelt sich auch in Zahlen wieder: Im Jahr 2002 entschieden sich drei Prozent mehr Urlauber als im Vorjahr für die Insel. Trudy Thalheimer


Auskunft: Mauritianisches Fremdenverkehrsamt, Telefon: 07 00/ 6 28 74 84 87, Fax: 0 69/92 18 74 31, Info-Faxabruf: 0 61 31/6 27 74 40, E-Mail: mauritius@gcihsf.de, Internet: www.mauritius.net
Anreise: Mit Air Mauritius nonstop ab Frankfurt und München (Service-Center: Telefon: 0 69/24 00 19 99, Fax: 0 69/24 00 19 19, Internet: www.airmauritius.de), Preis ab 740 Euro
Tauchbasen: Sindbad Diving (Bungalowanlage Kuxville, Norden), Telefon: 0 02 30/2 62/88 36, Fax: 2 62/74 07,
E-Mail: kuxville@intnet.mu, Internet: www.kuxville.de, Sea Fan Diving Centre (mehrere Hotels im Osten), Telefon: 0 02 30/4 15/15 44, Fax: 4 15/11 82,
E-Mail: Explorer@intnet.mu, Internet: www.mauritius-island.com/plongee
Veranstalter: Pink Pigeon Tours, Telefon: 08 71/97 50 40, Fax: 9 75 04 15,
E-Mail: info@pinkpigeon.de, Internet: www.pinkpigeon.de, Mauritius Individuell, Telefon: 0 41 61/8 66 79-0, Fax: 8 66 79-16, E-Mail: info@travel-indivi duell.de, Internet: www.travel-indivi duell.de

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