ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2003DRG-Vergütung: Noch ungelöste Probleme

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DRG-Vergütung: Noch ungelöste Probleme

Dtsch Arztebl 2003; 100(44): A-2825 / B-2353 / C-2209

Merten, Martina

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Intensivmedizin: Bislang gibt es nur spezielle DRGs für beatmete Patienten. Foto: Caro
Intensivmedizin: Bislang gibt es nur spezielle DRGs für beatmete Patienten. Foto: Caro
Offene Fragen zu täglichen Codierungen
Um den Anforderungen des diagnoseorientierten Fallpauschalensystems gerecht zu werden, müssen noch zahlreiche Anpassungen des australischen Systems an die deutsche Klinikpraxis erfolgen. Darauf verwies Alfred Dänzer, stellvertretender Geschäftsführer des Universitätsklinikums Mannheim, im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Mitte Oktober in Berlin.
Krankenhausärzte müssen lernen, nur die Nebendiagnosen zu verschlüsseln, die für die Behandlung relevant sind. „In der Vergangenheit wurde der Schweregrad der Behandlung durch eine falsche oder überflüssige Verschlüsselung häufig künstlich erhöht“, so Dänzer. Es seien Schulungen des Krankenhauspersonals notwendig. Nur so könne das DRG-System effizient umgesetzt werden. Für die tägliche Arbeit müsse geklärt werden, wie man codiert und dass nur der Arzt die Codierung vornehmen darf. Auf eine Reihe noch ungelöster Probleme machte Dr. med. Ulrike Schlottmann, Leiterin des Bereichs Medizin in der DKG, aufmerksam. Offen sei zum Beispiel, wie man die Nutzung von sehr teuren Arzneimitteln vergüte. Bisher werden in den Mischkalkulationen der DRGs nur gängige Medikamente berechnet. Ein möglicher Weg sei die Abrechnung über Zusatzentgelte, so Schlottmann. Außerdem sei unklar, welche Vergütungsregeln in der Intensivmedizin bei nicht künstlich beatmeten Patienten gelten. Bislang gebe es lediglich spezielle DRGs für beatmete Patienten. Noch ungelöst sei auch die Frage, wie die Behandlung eines Patienten abgerechnet werde, der klinikintern verlegt wurde. MM
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