ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2003Oxycodon: Zur Verunsicherung beigetragen
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LNSLNS Die aus der Mitteilung der AkdÄ hervorgehende Empfehlung der besonderen Nutzen-Risiko-Abwägung einer Opioidtherapie bei „Straßenabhängigen“ ist unstrittig, gilt allerdings nicht nur für Oxygesic, sondern gleichermaßen für alle Opioide. Leider hat die AkdÄ mit ihrer Veröffentlichung zur Verunsicherung von Ärzten und Patienten beigetragen. In einigen Punkten ist der Artikel leider fehlerhaft. Zudem wird in der Veröffentlichung durch die Annahme, dass Oxygesic wie seinerzeit das nicht-retardierte Eukodal missbraucht werden könnte, die tatsächliche, gegenteilige Erfahrung mit Oxygesic ignoriert. Richtig ist, dass Oxygesic nach übereinstimmender Aussage von Experten schmerztherapeutischer Fachgesellschaften eine wichtige Rolle bei der Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten in Deutschland zukommt. Der therapeutische Nutzen von Oxygesic ist wissenschaftlich bestens belegt und aktuell nachweisbar. Wir halten es im Interesse der Patienten für nicht hilfreich, die Risikobewertung eines Arzneimittels an Umständen zu orientieren, die nicht aktuell sind bzw. sich nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragen lassen. Im Artikel wird über einen (!) dokumentierten Fall von Oxygesic-Missbrauch berichtet.
Mit Verwunderung haben wir allerdings zur Kenntnis genommen, dass die Kommission in ihrer Veröffentlichung bereits in der Überschrift eine konkrete Anleitung für den Missbrauch eines Arzneimittels geliefert hat, zumal dieser Artikel frei zugänglich für Laien im Internet steht.
Priv.-Doz. Dr. med. Karen Reimer, Mundipharma GmbH, Mundipharmastraße 2, 65549 Limburg (Lahn)
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