BRIEFE

Ärztemangel: Zweifel

Dtsch Arztebl 2003; 100(44): A-2857

Clausnitzer, Niels

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LNSLNS Im Allgemeinen bin ich geneigt, dem DÄ zu glauben. Aber diesmal kann etwas nicht stimmen, und zwar der berichtete Ärztemangel. Von einem schon bestehenden Fehlbedarf an Ärzten ist da die Rede, der bis zum Jahr 2008 auf 18 000 ansteigen soll. Wenn das auch nur annähernd zuträfe, würde die Kassenärztliche Vereinigung doch sicher nicht bewährte, arbeitsfreudige Ärzte erbarmungslos von der Krankenversorgung ausschließen, nur weil sie das 67. Lebensjahr erreicht haben! (Anmerkung der Redaktion: Die Altersgrenze wurde gesetzlich festgelegt.) Und dann nennt man diesen Rausschmiss noch euphemistisch „Sie gehen in den Ruhestand“ und klagt darüber, dass Pra-
xen und Krankenhausstellen nicht zu besetzen sind. Die angebliche Sorge um eine „Gefährdung der öffentlichen Gesundheit“ durch Überalterung hat doch noch nie jemand ernst genommen, zumal es ja keinerlei Altersbegrenzung für die privatärztliche Tätigkeit gibt.
Also denkt hier irgendjemand verquer. Ich kann nur hoffen, dass ich das bin.
Dr. med. Niels Clausnitzer, Mutschellenstraße 41, 81673 München
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