ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2003Diclofenac verhindert Post-ERCP-Pankreatitis

MEDIZIN: Referiert

Diclofenac verhindert Post-ERCP-Pankreatitis

Dtsch Arztebl 2003; 100(44): A-2870 / B-2384 / C-2240

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Bis zu zehn Prozent aller Patienten entwickeln im Gefolge einer endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP) eine akute Pankreatitis mit einer Letalität zwischen 0,2 und 0,6 Prozent. Alle Versuche, diese Komplikationsrate durch Gabe von Glucagon, Calcitonin, Nifedipin, Octreotid, Cortison oder Heparin zu senken, haben sich in kontrollierten Studien leider als nicht effektiv erwiesen.
Die Autoren aus Schottland berichten über eine prospektive Studie an 220 Patienten, von denen die Hälfte vor Durchführung einer Cholangiopankreatikographie 100 mg Diclofenac als Suppositorium erhielten. Von diesem Kollektiv entwickelten 24 Patienten eine Post-ERCP-Pankreatitis (elf Prozent), sieben nach Diclofenac und 17 nach einer Placebomedikation (p < 0,05).
Die Autoren empfehlen, unmittelbar vor der Durchführung einer Cholangiopankreatikographie ein Diclofenac-Suppositorium zu verabreichen, um die Rate der Post-ERCP-Pankreatitiden signifikant zu senken. w

Murray B, Carter R, Imrie C et al.: Diclofenac reduces the incidence of acute pancreatitis after endoscopic retrograde cholangiopancreatography. Gastroenterology 2003; 124: 1786–1791.

Dr. B. Murray, Lister Department of Surgery, Glasgow Royal Infirmary, Glasgow G31 2 ER, Schottland

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema