ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2003Barrett-Ösophagus: Chromoendoskopie oder Vergrößerungsendoskopie?

MEDIZIN: Referiert

Barrett-Ösophagus: Chromoendoskopie oder Vergrößerungsendoskopie?

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LNSLNS Die derzeitige Empfehlung beim Barrett-Ösophagus besagt, dass zur Früherkennung von dysplastischen Veränderungen Vier-Quadrantenbiopsien in 1 bis 2 cm Abstand alle drei Jahre durchgeführt werden sollen. Eine Chromoendoskopie und Vergrößerungsoptiken könnten dazu beitragen, die Zahl der Biopsien bei diesem Eingriff zu reduzieren.
Wie eine Untersuchung aus der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar, gezeigt hat, können Methylenblaufärbung und Autofluoreszenztechniken dieses Ziel nicht erreichen, da sie eine sehr niedrige Sensitivität (21 beziehungsweise 37 Prozent) bezüglich der Erkennung von Karzinomen und Dysplasien aufweisen.
Auch amerikanische Autoren unter der Leitung von P. Sharma, Department of Veterans Affairs Medical Center in Kansas City kommen zu dem Schluss, dass sich eine Low-grade-Dysplasie nicht von einer intestinalen Metaplasie unterscheiden lässt. Die Autoren haben bei 80 Patienten die Aussagekraft der Vergrößerungsendoskopie analysiert.
Hingegen ermöglicht die Vergrößerungsendoskopie in Verbindung mit einer Chromoendoskopie nach Indigocarmin die eindeutige Differenzierung einer hochgradigen Dysplasie. w

Egger K, Werner M, Rösch T et al.: Biopsy surveillance is still necessary in patients with Barrett's oesophagus despite new endoscopic imaging techniques. Gut 2003, 52: 18–23.

Prof. Dr. Thomas Rösch, Medizinische Klinik II der
TU München, Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, 81675 München, E-Mail: Thomas.Roesch @Irz.tu-muenchen.de.

Sharma P, Weston AP, Topalovski M et al.: Magnification chromoendoscopy for the detection of intestinal metaplasia and dysplasia in Barrett's oesophagus. Gut 2003; 52: 24–27.

Dr. P. Sharma, Department of Veterans Affairs Medical Center , 4801 E Linwood Blvd., Kansas City, MO 64128-2295, USA, E-Mail: psharma@kumc.edu.

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