ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2003Oregon: Dorado der Ursprünglichkeit

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Oregon: Dorado der Ursprünglichkeit

Dtsch Arztebl 2003; 100(44): A-2887

Horstmann Nash, Ursula

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Monolith bei Myers Creek an der südlichen Oregon Coast
Monolith bei Myers Creek an der südlichen Oregon Coast
Selbst US-Kenner, denen New York, Kalifornien oder auch Florida vertraut ist, wird eine Reise in das von europäischen Touristen noch kaum erschlossene Oregon überraschen. Die Schönheiten dieses im pazifischen Nordwesten gelegenen Staates blieben nicht zuletzt wegen der mangelnden direkten Flugverbindungen nach Europa lange Zeit ein Geheimtipp. Nur wer sich auf eigene Faust in das Land zwischen Seattle und San Francisco wagte, wusste um die Schönheit von Oregons zerklüfteten Buchten und schönen Sandstränden, um die Faszination seiner in großen Teilen noch ursprünglich anmutenden Berg-, Wald- und Wüstenlandschaften. Dank des neuen Lufthansa-Direktflugs zwischen Portland/Oregon und Frankfurt/Main sind diese Landschaftserlebnisse jetzt leichter zugänglich.
Der auf den pazifischen Nordwesten spezialisierte Veranstalter „Westwind Touristic“ (deutsches Management!) hat verschiedene Reisen konzipiert, die einen Einblick in die vielen Facetten Oregons vermitteln, aber den Reisenden auch Freiraum zu individuellen Entscheidungen lassen.
Die unter „Explore Oregon“ angebotene Rundreise liefert einen repräsentativen Überblick durch die kontrastreichen Landschaften Oregons. Die Tour beginnt in Portland, der „Stadt der Rosen“, deren Einwohnerzahl im erweiterten Stadtgebiet 1,6 Millionen, also fast die Hälfte der Bevölkerung Oregons, umfasst. Hier pulsiert kulturelles, großstädtisches Leben. Die Schickeria trifft sich in Galerien und extravaganten Restaurants des Pearl Districts. Wer fernab der Einkaufszentren nach ausgefallener Ware sucht, tummelt sich im Nordwesten der Stadt in der 21. Straße oder sucht das turbulente Leben auf einem Jazzfestival am Riverfront-Flussufer des Willamette River. Aber nicht nur Wolkenkratzer bestimmen das von europäischem Flair geprägte Stadtbild, sondern ebenso die vielen Parks und Gärten. Portland zählt zu den beliebtesten Großstädten der Vereinigten Staaten.
An der Pazifikküste
Lässt man das quirlige Leben der Metropole hinter sich, befindet man sich schon nach einer zweistündigen Fahrt an der Pazifikküste in Lincoln City. Zwei Tage Aufenthalt mit Übernachtung im Salishan Resort in Gleneden geben Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden. In Cannon Beach kann der mächtige, von der Brandung umspülte Felsklotz „Haystack Rock“, im Oregon Coast Aquarium in Newport können die vielen Attraktionen des Meeres bestaunt werden. Nostalgischer ist ein Besuch eines der vielen Leuchttürme.
Auf ausgedehnten Spaziergängen am weißsandigen Dünenstrand kann man Muscheln sammeln oder Krabben fischen. Die Dünenlandschaften bei Florence gilt es zu entdecken. Die bis dahin stark bewaldete Küstenlandschaft Oregons weicht hier breiten Sandfeldern mit riesigen Dünen. Einige der Sandhügel sind bis zu 150 Meter hoch.
Die Vielfalt Oregons eröffnet sich spätestens dann, wenn man im Süden am Rogue River angelangt ist. In Gold Beach ist es ein Muss, ein Jet-Boot, das flussaufwärts durch steile Schluchten ins Landesinnere fährt, zu besteigen. Jahrelang war dies der einzige Weg, mit dem das Postboot die entlang des Rogue angesiedelten Menschen erreichen konnte. In diesem entlegenen Teil Oregons leben noch Bären. Diese wilde, schöne Landschaft Oregons lässt sich am besten in dem Ambiente der außergewöhnlichen TuTu’Tun Lodge genießen. Nirgends sind Lebensstil und -kultur besser zu erfahren als in dieser stilvollen Lodge der gehobenen Klasse.
Leuchtturm an der Oregon Coast, zwölf Meilen nördlich der Wüstenstadt Florence Fotos: Thomas Hartman
Leuchtturm an der Oregon Coast, zwölf Meilen nördlich der Wüstenstadt Florence Fotos: Thomas Hartman
Der Süden Oregons – Stunden von den Metropolen Portland und San Francisco entfernt – ist auch ein kulturelles Juwel. Alljährlich ist die Stadt Ashland von Februar bis Oktober Ausrichter des weit über die Landesgrenzen hinaus berühmten Oregon Shakespeare Festivals. Auch zeitgenössische Stücke werden hier gespielt und ziehen jährlich zahlreiche Theaterfreunde an. Wer sich lieber auf die abenteuerlichen Spuren von Oregons Geschichte begibt, startet einen Abstecher in die nahe gelegene Goldgräberstadt Jacksonville. Weil Jacksonville den Anbruch des 21. Jahrhunderts – architektonisch – scheinbar „verschlafen“ hat, verwundert es nicht, dass die Kulisse des Städtchens für Westernverfilmungen herhalten muss.
Im Nationalpark
Die Rundreise führt nach Zentraloregon an dem Crater-Lake-Nationalpark vorbei. Das Wasser in dem eingestürzten Vulkankegel des ehemaligen Mount Mazama ist tiefblau.
Weiter im Landesinneren, in der Hochwüste, führt die Reise in das Städtchen Bend. Unweit von dem Ski- und Erholungsgebiet um Mount Bachelor wird im „Inn of the Seventh Mountain“ übernachtet. Das am Deschutes River gelegene Hotel liegt zentral. White Water Rafting, Fly-Fishing oder Reiten sind angesagt. Die Luft in diesem Teil Oregons ist trocken und klar.
Richtung Portland führt die Reise an dem Indianer- Resort Kahneeta vorbei. Mitten in der kargen Wüsten- und Steppenlandschaft östlich des Hauptkamms des Cascades-Gebirges bieten die heißen Quellen den Spa-Besuchern ein angenehm prickelndes Bad. Erholung und Entspannung stehen auf dem Programm, zum Beispiel Hot-River-Rock-Massagen, Kosmetik, Golfen oder auch ein Abstecher ins Casino. Ein Besuch des nahe gelegenen Indianer-Museums oder eine Übernachtung im Tipi sind lohnende Alternativen.
Durch Obstplantagen hindurch führt die Fahrt in das Tal des Columbia-Flusses. Behäbig arbeitet sich das breite Wasserband, aus trockenen Landschaften kommend, langsam in grünere Gefilde vor. Ursula Horstmann Nash
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