ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1996Werbungskosten bei neuem Grundstück

VARIA: Immobilien

Werbungskosten bei neuem Grundstück

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LNSLNS Löst ein Vermieter im Zusammenhang mit dem Verkauf seines Mietwohngrundstücks die bestehende Finanzierung auf, hatte er bisher kaum eine Chance, die dabei zu zahlenden Vorfälligkeitsentschädigungen als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzusetzen. Die Deutsche Bank Bauspar AG weist jetzt auf ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs hin (Urteil vom 23. April 1996, Az.: IX R 5/94). Danach kann die Vorfälligkeitsentschädigung unter "Werbungskosten" für ein neu erworbenes Objekt absetzbar sein. Voraussetzung ist, daß der Vermieter bereits bei dem Verkauf des Grundstücks den Entschluß gefaßt hat, den nach Ablösung des Darlehens noch verbleibenden Verkaufspreis zur Finanzierung eines neuen Vermietungsobjekts zu nutzen. An den Nachweis dieser Absicht stellt der Bundesfinanzhof sehr hohe Anforderungen.
Die Deutsche Bank Bauspar AG rät daher, bereits in dem Verkaufsvertrag die Verwendung des Kaufpreises unwiderruflich festzulegen. Beispielsweise kann in dem Kaufvertrag eine Vereinbarung getroffen werden, daß ein Teil des Kaufpreises unmittelbar zur Ablösung der bestehenden Grundschulden an das Kreditinstitut überwiesen wird und der danach verbleibende Restkaufpreis unmittelbar zur Begleichung der Kaufpreisschuld für ein anderes Objekt eingesetzt wird. WZ
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