ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 5/2003Medica 2003: Kommunikation im Gesundheitswesen – Bausteine für eine Telematik-Plattform

Supplement: Praxis Computer

Medica 2003: Kommunikation im Gesundheitswesen – Bausteine für eine Telematik-Plattform

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): [4]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Die Informations- und Kommunikationstechnologien rücken mit der Gesundheitsreform noch stärker in den Mittelpunkt der Medizinmesse. Für aktuelle Themen wie Disease Management, E-Learning, elektronische Patientenakte und netzbasierte Versorgung werden auf der Medica viele Lösungen und Projekte präsentiert.
Das Gesundheitswesen steht vor wichtigen strukturellen Veränderungen. Viele gesundheitspolitische Maßnahmen, wie die hausarztzentrierte und die integrierte Versorgung oder das Disease Management, sind ohne EDV-Unterstützung und sektorübergreifende Kommunikationsplattformen nicht umsetzbar (siehe auch Seite 2). Die Systemhäuser müssen daher die Praxis-EDV-Systeme und die Krankenhaus-IT weiterentwickeln und für diese Anwendungen Lösungen vorbereiten. Entsprechend komplex ist das Informations- und Ausstellungsangebot der Messe hierzu. So gibt es spezielle Informations veranstaltungen im Rahmen des Kongresses (zum Beispiel „TeleHealthCare“ und „Telematikplattform“) und die Sonderschau „Medica Media“. Ein Workshop widmet sich der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und stellt die Komponenten der Rahmenarchitektur, die vorrangigen Anwendungen (zum Beispiel das elektronische Rezept und den elektronischen Arztbrief) sowie die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen vor.
Technische Bausteine und Projekte zur geplanten Telematik-Rahmenarchitektur im Gesundheitswesen, die auch die Grundlage für die elektronische Patientenakte darstellen soll, werden ebenfalls zu sehen sein. Ein Ansatz ist beispielsweise das „eHealthNet“ von T-Systems (Halle 16/E22), das über Server den sicheren Datenaustausch zwischen Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken ermöglicht. Dabei überträgt das System die patientenbezogenen Daten verschlüsselt und speichert sie ebenfalls verschlüsselt auf den Servern. Die Lösung ist kompatibel zu gebräuchlichen Schnittstellen wie D2D, VCS, BDT und GDT. Das „integrative Bremer Onko-Hämatologie-Netz“ ist ein Modellprojekt, bei dem der Austausch von Patientendokumenten über diese Plattform erprobt wird.
Disease Management
Disease Management ist ein weiteres zentrales Thema. In Düsseldorf sind bereits Lösungen für die elektronische Dokumentation von Disease-Management-Programmen (DMP) zu sehen. In die Software sind Plausibilitätsprüfungen integriert, die Fehler in der Dokumentation schon vor dem Versand an die Annahmestelle anzeigen. Private Versicherungen und einige gesetzliche Krankenkassen wollen die Patienten stärker in die DMP einbinden. Sie bieten zum Beispiel den bei ihnen versicherten Asthma-Kranken und Patienten mit chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten ein DMP an, das besonderen Wert auf die Patientenschulung legt und diese unter anderem durch regelmäßige Telefonate mit Mitarbeitern eines DMP-Callcenters unterstützt. Der behandelnde Arzt wird dabei über den Fortgang der Schulung kontinuierlich informiert.
Einen Schritt weiter gehen internetbasierte Gesundheitsakten für DMP-Patienten. In diese können die medizinischen Daten des Patienten aus eigenen Messwerten und Befunden bei unterschiedlichen Ärzten einfließen und gespeichert werden. So könnte zum Beispiel der HbA1c-Wert eines Diabetikers gespeichert werden, Patienten könnten ihre Blutzuckerwerte eingeben. Darüber hinaus können die Akten auch dazu dienen, Patienten an Arzttermine oder Vorsorgeuntersuchungen erinnern, zum Beispiel über E-Mail oder SMS.
Im Rahmen der DMP können Computerprogramme auch die Behandlung unterstützen, indem individuelle Patientendaten mit internationalen Studien korreliert und daraus für Arzt und Patienten Tipps für die weitere Therapie oder für ergänzende Maßnahmen abgeleitet werden. Ein Beispiel hierfür ist das Programm „Mellibase“, das Diabetikern individuelle Risikoberichte erstellt, anhand derer sie den Verlauf ihrer Erkrankung besser einschätzen können.
Die computergestützte Therapie für Gesichtsfeldausfälle „Spectros“ des Kompetenzzentrums für Traumatologie (Teltra GmbH)
Die computergestützte Therapie für Gesichtsfeldausfälle „Spectros“ des Kompetenzzentrums für Traumatologie (Teltra GmbH)
Medica Media
Das Forum Medica Media (Halle 17) vermittelt einen fachübergreifenden Überblick über den Stand der Gesundheitstelematik. Es wird gemeinsam von der „International Society for Telemedicine“, dem Kuratorium zur Förderung Deutscher Medizin im Ausland, dem Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen, der Initiative D21 und der Medica e.V. veranstaltet. Mehr als 120 Experten aus Forschung, Kliniken, Verbänden und Unternehmen thematisieren in Workshops, Anwenderforen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen Trends und Lösungen der Telematik im Gesundheitswesen. Im Vordergrund stehen Themen zur mobilen Kommunikation, zum Telemonitoring bei akuten Erkrankungen, zur Telecare und Teletherapie, zur Nutzung von Online-Diensten in Form von Datenbanken und wissensbasierten Systemen sowie E-Commerce-Anwendungen. In der begleitenden Sonderausstellung zeigen mehr als 30 Forschungsinstitute neue Entwicklungen im Bereich E-Health.
Gesundheitstelematik hat zunehmend auch eine globale Dimension. Am Beispiel von SARS wird die Vernetzungsnotwendigkeit der Katastrophen- und Notfallmedizin deutlich. Ein Anwenderforum widmet sich diesem Thema und zeigt den Nutzen und die Schwachstellen globaler vernetzter Strukturen auf. Ein weiteres Forum beschäftigt sich mit dem Einsatz von Telematik bei der Versorgung grenzüberschreitender Patientenströme innerhalb Europas und im internationalen Wettbewerb. Forschungsstrategien zur internationalen Vernetzung der Gesundheitssysteme (Stichwort: HealthGrid) ist Thema eines Workshops, der die Möglichkeiten erörtert, komplexe und datenintensive medizinische Aufgaben, zum Beispiel in der Pharmaforschung und bei der Simulation operativer Eingriffe, über verteilte Rechen- und Speicherressourcen zu lösen.
Neue Medien werden in der medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung künftig immer wichtiger. Auf der Medica präsentieren die 17 Medizin-Projekte (Lamedica, Prometheus, Vision 2003, k-MED, Caseport und andere), die im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Forschungsprogramms noch bis Ende 2003 gefördert werden, ihre Ergebnisse. Diskutiert werden Ansätze und Konzepte zum flächendeckenden und dauerhaften Einsatz dieser Medien in der Hochschulmedizin.
Medica Vision
Auf der Sonderschau „Medica Vision“ stellen sich die acht deutschen Kompetenzzentren für Medizintechnik (www.
kompetenznetze.de) erstmals gemeinsam vor und geben einen Einblick in ihre Arbeitsschwerpunkte (Halle 3/G92). Themen sind unter anderem minimalinvasive Verfahren für die Chirurgie und Instrumente für die Herz-Kreislauf- und Gewebetherapie, neue Geräte für die Augenheilkunde, telemedizinische Anwendungen, Ultraschall- und Inplanttechnologie sowie neuartige Hörhilfen und akustische Testverfahren. Die Kompetenzzentren sind aus einem Wettbewerb des BMBF hervorgegangen und haben 2000 mit ihrer Arbeit begonnen. Sie verknüpfen universitäre und außeruniversitäre Forschung und vermitteln ihre Entwicklungen und Projekte an die Industrie (siehe Textkasten links).
Die Firma promedico, München, zeigt für das Arztprogramm „easymed für Windows“ eine Lösung zur Blankoformularbedruckung, deren Zertifizierung durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung läuft. Zugelassen werden die wichtigsten ärztlichen Formulare in Kombination mit dem Laserdrucker OKI 4300. Durch die Kooperation mit dem Provider I-motion können die easymed-Anwender über das VCS-Modul mit dem Hauptverband der Berufsgenossenschaften kommunizieren. Übertragbar sind die UV-Berichte F1000 und F2222 einschließlich der Rechnungsstellung. Das Softwarehaus arbeitet daran, die Daten der DMP-Bögen Diabetes mellitus, Brustkrebs und Koloskopie für das neue XML-Format aufzubereiten. Durch die enge Kooperation mit der KV Bayerns (KVB) werden die Anwender im 4. Quartal 2003 die Daten im XML-Format an die KVB online oder per Diskette schicken können.
Die Firma Albis, Koblenz, stellt „Albis IGeL inside“ vor, ein Tool, das den Arzt bei der Abrechnung von IGeL-Leistungen unterstützt. Über automatisierte Abläufe werden Patienten- und Behandlungsdaten mit individuellen IGeL-Angeboten der Praxis abgeglichen und bei Übereinstimmung als empfehlenswerte IGeL-Untersuchungen angeboten. Die Ärzte können für den Patienten einen Kostenplan erstellen und eine IGeL-Rechnung drucken. Die Steigerungsfaktoren sind in der Privatliquidation für jede Rechnung und Ziffer frei definierbar. Sämtliche IGeL-Aktivitäten der Praxis werden
Bildschirmansicht aus „Albis IGeL inside“
Bildschirmansicht aus „Albis IGeL inside“
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patientenbezogen dokumentiert. Neben GOÄ-Ziffern können weitere Aktionen, wie Rezeptschreibung, Arztbriefschreibung und Dokumentation in der Karteikarte, hinterlegt werden. Diese Aktionen werden automatisiert durch die Auswahl einer IGeL-Untersuchung ausgeführt. Die Software bietet für die betriebswirtschaftliche Planung eine Statistik über vorgeschlagene und wahrgenommene IGeL-Angebote, die sich unter verschiedenen Aspekten auswerten lässt.
Die Firma Medys, Wülfrath, zeigt die portierte Version der Praxissoftware unter MAC OS X. Die Version ist durch das neue Design und die grafische Oberfläche noch klarer gegliedert und übersichtlicher. Verbessert wurden vor allem Funktionen der Karteikarte (Hinterlegung von Kontaktdaten), die Budgetierung (eigene Voreinstellungen), das unabhängige Konfigurieren der Arbeitsplätze, der Prüflauf (farbige Unterlegung der zu ändernden Daten) sowie der Terminer.
Bildschirmansicht der Karteikarte aus „Medys“
Bildschirmansicht der Karteikarte aus „Medys“

Die Ärzte- und Ambulanzsoftware „Medical Office“ von der Firma Indamed, Leverkusen, wurde für die Blankoformularbedruckung mit zehn verschiedenen Laserdruckern von bekannten Herstellern zertifiziert. Anwender können die wichtigsten Formulare mit den erforderlichen Durchschlägen ausdrucken.
Zum Praxisverwaltungsprogramm „Smarty“ der Firma New Media Company, Oldenburg (www.smarty-online.
de), gibt es einen mobilen Ableger: „PalmSmarty“ – die Praxisverwaltung auf PalmOS-basierenden Handhelds, wie Tungsten, Zire71 oder Sony Clié. Die Lösung bietet zusätzlich zur weitgehend kompletten Patientenakte die ICD-10, die GOÄ und den EBM. In „Smarty“ auf dem PC wählt der Arzt aus, welche Patienten auf den Handheld exportiert werden sollen. Beim Hausbesuch ruft der Arzt die Patientenakte auf und sieht sofort, welche Medikamente verordnet wurden und welche Besonderheiten zu beachten sind. Aus der ICD-10-Datenbank kann ein Schlüssel – auch per Volltextsuche – der Diagnose zugeordnet werden. Aus EBM, GOÄ und UV-GOÄ lassen sich Leistungsziffern auswählen oder Geldwerte dem Patienten zuordnen. Auch die Benutzung von Ziffernfolgen ist möglich. Verfügbar ist ebenfalls das Betäubungsmittelbuch.
Die Firma Mediamed, Hemsbach, zeigt für das Arztprogramm „S3 Windows“ ebenfalls die zugelassene Blankoformularbedruckung sowie die Umsetzung der DMP-Formulare „Diabetes Erst- und Folgebefundung“ mit XML-Schnittstelle und integriertem KBV-Prüfmodul. Zusätzlich werden die Patientenquittung und die Verwaltung der Patientengebühr per Lastschrifteinzug präsentiert. Das „Risikomodul“ errechnet nach Eingabe der relevanten Daten den BMI und das Herzinfarktrisiko auf Basis der Procam-Studie. Gleichzeitig zeigt es die wichtigsten Risikoparameter, wie Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker, in Verlaufskurven an. Um die elektronische Verarbeitung auch für kleine Praxen zu ermöglichen, stellt das Unternehmen einen mobilen Praxiscomputer mit Komplettsoftware (Preis: unter 1 000 Euro) vor. Die Lösung mit einem 2-GHz-Notebook von Fujitsu-Siemens bietet alle Schnittstellen zum Anschluss des KV-Druckers und der Kartenlesegeräte. Integriert sind ein CD-Brenner zur Datensicherung sowie ein Modem zur Labordatenübertragung. Die auf dem Notebook installierte Komplettsoftware umfasst neben Kassenabrechnung, Privatliquidation und BG-Abrechnung auch die neuen DMP-Formulare.
Mit dem E-Learning-System „Elena“ (E-LEarNing in der Arztpraxis) von MCS lassen sich Schulungen zum
Praxiscomputersystem „MCS-Isynet“ durchführen. Das „Zeitmanagementsystem“ dient dazu, Routinetätigkeiten schneller zu erledigen. Als Werkzeug zur Termin- und Ressourcenplanung ist es in „MCS-Isynet“ eingebunden und übernimmt alle relevanten Daten und Informationen direkt aus der Karteikarte. Terminketten, Folgebehandlungen, Raum- und Geräteverteilung werden unterstützt. Der nach Wochen, Monaten oder Tagen gegliederte Kalender informiert über die Praxisauslastung. Auch der „WinConnect-Server“ trägt zur Zeitersparnis bei. Mit diesem und seinem „großen Bruder“, dem Windows-Terminal-Server, kann bereits vorhandene Hardware und Verkabelung häufig übernommen werden. Die Praxissoftware läuft auf dem Server, auf den die Arbeitsplätze zugreifen.
Die Firma Medistar, Hannover, präsentiert die Version 4.0 der Praxissoftware mit einer grafischen Oberfläche. Sämtliche Listen, wie die Tages- und Wartezimmerliste und Abrechnungsprotokolle, sind auf dem Bildschirm darstellbar. Aus jeder Liste ist der Zugriff auf die Patientendaten und die Programmfunktionen möglich. Mit dem kontextsensitiven Makrorekorder kann der Anwender das Programm individuell konfigurieren. Die tabellarische Abbildung von Labordaten wird durch die grafische Verlaufsanzeige ergänzt. Das digitale Archivierungssystem „Moviestar“ wurde ebenfalls überarbeitet. In der Minibildübersicht der Version 4.23 sind die Untertitel beliebig änderbar. Unterstützung bietet außerdem die Arbeit im Lichtkasten: Von dort aus ist eine Befundung direkt in die Karteikarte möglich.
Die Pädiatriesoftware „kid 2000“ von Mirage Computer Systems, Aulendorf, mit den Tests Perzentilen, Denver, Vojta, Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik ist in der Version 2.0 zu sehen. Neu ist vor allem die erweiterte Anbindung per GDT-Schnittstelle, die eine nahtlose Integration in Praxiscomputersysteme ermöglicht. Die Software (www.kid2000.info) ist über Praxis-EDV-Anbieter oder deren Vertriebspartner beziehbar. Jeder Test kann auch einzeln bezogen werden. Die Softwarehäuser Compumed, MCS, Zimmer AL und Softland werden „kid 2000“ auf ihren Ständen zeigen.
Bild-/Dokumentenarchivierung
Arcforge, Hannover (www.arcforge.de), zeigt „Starc“, eine Soft- und Hardwarelösung für die Archivierung von Bildern und Dokumenten in Arztpraxis und Krankenhaus, das auf dem DICOM-IHE-Schnittstellenkonzept beruht. Das Zusammenspiel unterschiedlicher diagnostischer Anforderungen wird anhand DICOM-fähiger Geräte in einem geschlossenen Netzwerk demonstriert. Mit dem integrierten DICOM-Worklist-Management können Untersuchungsaufträge direkt aus dem Sprechzimmer heraus an alle DICOM-konformen Geräte gesendet werden. (Halle 17/C06)
Ansicht des „mediDOK“-Bildarchivs
Ansicht des „mediDOK“-Bildarchivs
Die Firma mediDOK (www.medi
dok.de) hat das gleichnamige Bildarchiv speziell für die Archivierung und Betrachtung von CT- und MRT-Serien optimiert. Mit „Xtension Pro“ steht außerdem ein Zusatzprogramm für die Befundung und Vermessung dieser Bildserien zur Verfügung. Auch Ultraschallgeräte können über die DICOM-Schnittstelle direkt an die Lösung angebunden werden. Mit dem Viewer können Bilder im DICOM-Format auf eine CD gebrannt und an Kollegen und Patienten weitergegeben werden. Mit dem „Archivmanager“ können die mediDOK-Daten automatisiert auf CD, DVD und anderen Medien archiviert werden. „mediDOK Satellite“ ist eine Lösung zum Aufzeichnen von Videobildern (Einzelbilder und Sequenzen) im OP-Bereich. Diese Aufnahmen können zum Beispiel bei Belegärzten über ein beliebiges Medium in die Praxis mitgenommen und dort mit dem mediDOK-Archiv synchronisiert werden. (Halle 17, C05)
Arzneimittelinformation
„DrugProfiler“ (www.drugprofiler.com) ist ein Datenbanksystem für Ärzte und Apotheker, das Informationen zum genetischen Hintergrund der Wirkung beziehungsweise der Unverträglichkeit von Arzneimitteln liefert. Das von IMGM-Laboratories, Martinsried, entwickelte Informationssystem basiert auf der „Roten Liste“. Der Anwender kann nach Produktname oder Wirkstoff suchen und gelangt zum gewünschten Medikament. Ist eine Beziehung beispielsweise zu einem Enzym oder Transporter bekannt, erscheint der Genname neben dem Substrat. Per Mausklick gelangt der Anwender dann auf die Seite mit der Geninformation. Dort erfährt er, wie das Protein mit dem Wirkstoff interagiert und inwiefern Varianten in der Gensequenz Einfluss etwa auf den Transport oder den Metabolismus des Arzneistoffs haben (Beispiel „Slow Metabolizer“). Die Datenbank soll Ärzten und Apothekern das Wissen in einfacher Weise zugänglich machen und zum Schutz des Patienten vor unerwünschten Nebenwirkungen beitragen. Mittels Genotypisierung lässt sich zum Beispiel vor Therapiebeginn feststellen, ob ein Risiko für Nebenwirkungen besteht. Auch während der Therapie ist häufig der Genotyp die Erklärung für einen ausbleibenden Therapieerfolg oder Nebenwirkungen. (Halle 3/E74; Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ)
Zertifizierte Ärztefortbildung
Die medizinische Fakultät der Universität Witten/Herdecke und der Dortmunder IT-Dienstleister Materna haben ein Online-Portal zur zertifizierten Ärztefortbildung entwickelt (Halle 17/A23). Die Fortbildungsplattform www.medizinerwissen.de ist eingebettet in das medizinische Wissensnetzwerk www.evidence.de der privaten Hochschule. Dort können sich Haus- und Fachärzte anhand von Behandlungsleitlinien und Checklisten zu 14 Themen fortbilden. Die Online-Fortbildungsakademie lädt den Arzt ein, sein Wissen per Online-Test zu überprüfen. Das Portal ist darauf ausgerichtet, auch den Internet-Laien an das System heranzuführen. Für den Zugang genügt eine einfache Internet-Anbindung. Heike E. Krüger-Brand
(Die Produktnachrichten beruhen auf Firmenangaben.)
Den vollständigen Marktüberblick über 4-Platz-Anlagen finden Sie online unter der Rubrik „DÄ plus/PC EDV-Service” auf den Internet-Seiten des Deutschen Ärzteblattes unter www.aerzteblatt.de
Den vollständigen Marktüberblick über 4-Platz-Anlagen finden Sie online unter der Rubrik „DÄ plus/PC EDV-Service” auf den Internet-Seiten des Deutschen Ärzteblattes unter www.aerzteblatt.de
Den vollständigen Marktüberblick über 4-Platz-Anlagen finden Sie online unter der Rubrik „DÄ plus/PC EDV-Service” auf den Internet-Seiten des Deutschen Ärzteblattes unter www.aerzteblatt.de
Den vollständigen Marktüberblick über 4-Platz-Anlagen finden Sie online unter der Rubrik „DÄ plus/PC EDV-Service” auf den Internet-Seiten des Deutschen Ärzteblattes unter www.aerzteblatt.de
Medica-Kompass 2003: Praxiscomputer auf einen Blick
Den vollständigen Marktüberblick über 4-Platz-Anlagen finden Sie online unter der Rubrik „DÄ plus/PC EDV-Service” auf den Internet-Seiten des Deutschen Ärzteblattes unter www.aerzteblatt.de

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