ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003Praxisgebühr: Ärger klein geredet

BRIEFE

Praxisgebühr: Ärger klein geredet

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2935 / B-2433 / C-2286

Elgeti, D.; Elgeti, F.

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LNSLNS Ihr Artikel macht uns noch saurer. Nach unserem Eindruck reden Sie den Ärger über die Praxisgebühr klein. Es werden überwiegend zustimmende oder beschwichtigende Stellungnahmen zitiert: „mehrheitlich bekümmert“ hat der KBV-Vorsitzende die Stimmung unter den Vertragsärzten gefunden. Kollegen – und Patienten –, die wir gesprochen haben, sind aber nicht bekümmert, sondern tatsächlich stocksauer. Ich vermisse eine Aussage, dass die KBV die Praxisgebühr ablehnt. Stattdessen will sie sich jetzt um „ec-Lesegeräte in den Praxen“ bemühen, „ausufernde Überprüfungen der Kassen nicht dulden“ und betont „den Liquiditätsvorteil für die Ärzte“. Hat die KBV etwa diese Idee unterstützt? Außerdem finde ich es ärgerlich, dass die Behauptung der Ge­sund­heits­mi­nis­terin, „viele Ärzte hätten keine Probleme, andere – häufig überflüssige – Leistungen privat und in bar abzurechnen“, unkommentiert bleibt. In diese Ecke möchten wir uns – und sicher auch die meisten Kollegen – nicht stellen lassen. Und kann diese Behauptung ein Argument sein, allen Ärzten das Einsammeln der Praxisgebühr aufzudrücken?
Dafür kommentieren Sie „Die Praxisgebühr wird kommen“. Wenn sie dieser Meinung sind, hätten wir einen informativen Artikel zu diesem Thema erwartet. Es gibt doch viele Fragen (siehe Leserbrief im Ärzteblatt Heft 37), die immer noch unbeantwortet sind: Wie sollen wir die Praxisgebühr einsammeln, wo gibt es sie im Ausland schon, unter welchen Bedingungen wurde sie eingeführt, wie wird sie durchgeführt und welche Auswirkungen hat sie?
So wirkt der ganze Artikel nur, als solle er von möglichem Widerstand gegen die Praxisgebühr abhalten. Hoffentlich gibt es trotzdem welchen!
Dr. med. A. Jasper, Lipper Hellweg 251, 33605 Bielefeld, Dr. med. D. Elgeti, Dr. med. F. Elgeti, Detmolder Straße 417, 33605 Bielefeld
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