ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003KTQ: Ironische Überspitzung

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KTQ: Ironische Überspitzung

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2939 / B-2436 / C-2288

Schmidt-Mattila, E. W.

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LNSLNS Bei allem Verständnis für die ironische Überspitzung des ärztlichen Alltags sollte doch die Wahrheit nicht unter den Tisch fallen: Die zitierten KTQ-Fragebögen sind, wenn die Qualität stimmt, nur ein einziges Mal auszufüllen. In den Ausbildungsstätten, die der Kollege durchlaufen hat, waren offensichtlich folgende Punkte glänzend geregelt: Vorbefunde werden vom Hausarzt bei der Einweisung allen Patienten vollständig und aktuell mitgegeben, dem Aufnahmearzt liegt, ob morgens oder abends, zur Anamnese bereits die alte Krankenakte vor. Für die zwanzig häufigsten Hauptdiagnosen sind abteilungsübergreifend Laborprofile evidenz- und outcomeoptimiert definiert, und die unabhängig von der Fachrichtung maximal eine Seite umfassenden Arztbriefe werden dem niedergelassenen Kollegen auch freitagnachmittags samt Histologie elektronisch übermittelt, damit dieser noch mit seinem Patienten sprechen und die Medikation fürs Wochenende rezeptieren kann.
Ich würde mir eine Klinik aussuchen, die eine Zertifizierung anstrebt oder schon besitzt, denn andere werden mittelfristig von den Kostenträgern kaum mehr finanziert werden. Wo die Kollegen ihr Handwerk (?) mehr beherrschen, wäre dann noch die Frage.
Dr. E. W. Schmidt-Mattila, Stadtkrankenhaus Rüsselsheim, August-Bebel-Straße 59, 65428 Rüsselsheim
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