ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003Medizingeschichte(n): Magische Medizin – Amulett

MEDIZIN

Medizingeschichte(n): Magische Medizin – Amulett

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2954 / B-2449 / C-2298

Schott, H.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Kurzer Bericht der gerechten
Fluß-Corallen/Auch Mercurial- und Krampf-Ringlein. Frauenzimmer tragen die Corallen um den Hals, Manns-Personen um die Arme, ziehen alle Flüsse [1] weg, sein köstlich vor Schrecken und bösen Leuten [2], auch sonst vor vielmehr zu gebrauchen, die Schnure vor 4 Groschen. Das Ringlein wird getragen an der lincken Hand oder Brust / dienet vorn Krampf und Reissen der Glieder, macht leicht gebährend, machet glücklich bei Pferden, kostet einer auch 4 Groschen.

Johann Andreas Eisenbarth: Abschnitt aus Eisenbarths Erfurter Flugblatt als Werbemittel von 1692; seine einzige Empfehlung eines Amuletts. In Karl Hieke: Der Landarzt und Arzneimittelfabrikant Johann Andreas Eisenbarth (1663–1727), dargestellt anhand seiner Werbemittel und anderer zeitgenössischer Quellen. Sprockhövel 2002 (Medizinische Dissertation Bonn), S. 138. [1] Katarrhe, Rheuma etc. [2] Im Sinne eines Abwehrzaubers. – Bereits Paracelsus empfahl die Anwendung der (roten) Korallen, vor allem zur Abwehr von Phantasmen und Nachtgeistern (spectra). H. Schott

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema