ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003Medizingeschichte(n): Physiologie – Blutkreislauf

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Medizingeschichte(n): Physiologie – Blutkreislauf

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2954 / B-2449 / C-2298

Schott, H.

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LNSLNS Das Herz der Lebewesen ist der Grundstock ihres Lebens, der Fürst ihrer aller, der kleinen Welt Sonne, von der alles Leben abhängt, alle Frische und Kraft ausstrahlt. Gleicherweise ist ein König der Grundstock seiner Reiche und die Sonne seiner kleinen Welt, des Staates Herz, von dem alle Macht ausstrahlt, alle Gnade ausgeht. Diese Schrift hier über die Bewegung des Herzens habe ich Deiner Majestät (wie es Sitte dieser Zeit ist) um so mehr zu widmen gewagt, als [...] beinahe alle menschlichen Taten wie auch die meisten Taten eines Königs unter der Eingebung des Herzens sich vollziehen.

William Harvey: Die Bewegung des Herzens und des Blutes (lat. Orig.-Ausg. 1628). In: R. von Töply, eds.: Klassiker der Medizin. Leipzig, 1910 (Band 1); S. 12. – Harvey (1578–1657) entdeckte wesentlich durch Tierversuche den (großen) Blutkreislauf. Die „Sonne“ als Zentralkörper wird – entsprechend der kopernikanischen Wende – zur Metapher für das Herz. H. Schott

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