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Spanien: Euskadi

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2964

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Fotos: Spanisches Fremdenverkehrsamt Der lange Sandstrand von San Sebastian lädt zum Schwimmen und Surfen ein.
Fotos: Spanisches Fremdenverkehrsamt Der lange Sandstrand von San Sebastian lädt zum Schwimmen und Surfen ein.
Eine lohnende und abwechslungsreiche Reiseroute durch Natur und Kunst in Nordspanien

Das Baskenland, in der Landessprache „Euskadi“, sollte man in seinen Urlaubsplanungen nicht links liegen lassen. Obwohl das Baskenland im hohen Norden der iberischen Halbinsel und ein kleinerer Teil in Südwestfrankreich noch keine so herausragende Rolle auf der touristischen Landkarte wie die spanische Mittelmeerküste oder Andalusien spielt, hat Euskadi doch einiges zu bieten.
Küstenorte am Golf von Biskaya von Las Arenas im Westen bis hin zu Hondarribia im Osten laden nicht nur zum Baden ein, sondern eignen sich auch zum Surfen. Besuchen sollte man auch San Sebastian. Donostia, wie die Basken sagen, ist eine Reise wert, und man sollte sich vom Zauber der Stadt gefangen nehmen lassen, die pulsierende Vitalität spüren und die Freundlichkeit der Menschen erleben. Eine Besichtigung der Altstadt mit ihren engen Gassen und zahlreichen Bars und Restaurants sollte man sich nicht entgehen lassen. Ein Bummel über die Märkte zeigt, welche Köstlichkeiten und vielfältigen Spezialitäten die Gastronomie in den Restaurants auf die Tische zaubert. Dazu wird erstklassiger Rioja gereicht.
Lohnenswert ist auch ein Besuch im Chillida-Leku-Museum. Hier hat die Familie Chillidas in einem Park zwischen Wiesen, Buchen, Eichen und Magnolien und in einer restaurierten Villa das Werk des international anerkannten baskischen Künstlers zusammengestellt. Unter freiem Himmel werden 40 Kunstwerke aus Eisen und Granit gezeigt. Im Inneren des Museums sind Zeichnungen und Skulpturen kleineren Ausmaßes zu sehen.
Ein weiteres Kunst-Highlight ist das Guggenheim Museum in Bilbao. Das Museum, von Frank O. Gehry entworfen, ist als Bauwerk schon ein Kunstwerk für sich. Materialien wie Stahl, Stein, Titan und Wasser sind in imposanter Weise zusammengefügt und spielen mit dem Licht. Das Zusammenspiel der Materialien unterstreicht die Stärke, die Unabhängigkeit und die industrielle Tradition des Baskenlandes. Auf über 10 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 19 Hallen werden internationale Kunstausstellungen gezeigt und sind ein Anziehungspunkt für die Region. Hier haben Riesenplastiken eine Chance auf Wirkung. Richard Serras 174 Tonnen schwere Stahlplastik „Snake“ schlängelt sich über 31 Meter dahin. Monumentalgemälde von Anselm Kiefer und provokante Bilder von Francis Bacon kommen zur Geltung.
Um das Baskenland auf andere Weise zu entdecken, kann man die Pilgerpfade des Jakobsweges nutzen. Es gibt unterschiedliche Routen, um nach Santiago de Compostela zu gelangen. Zwei davon führen durch baskisches Gebiet. Auf beiden Routen, sowohl auf dem Küstenweg als auch auf dem Weg durch das Landesinnere, kann man die landschaftliche Vielfalt des Baskenlandes entdecken. Der Küstenweg gilt als eine der ältesten Routen des Jakobsweges. Die Route durch das Landesinnere wird häufiger benutzt, obwohl sie als die schwierigere gilt. Aber viele Menschen scheuen keine Schwierigkeit, um einmal in ihrem Leben zum Grab des Heiligen Jakobus zu pilgern. Luise Großmann
Deutsches ÄrzteblattJg. 100Heft 457. November 2003 An der baskischen Küste sind viele romantische Fischerorte abseits der Touristenrouten zu entdecken.
Deutsches ÄrzteblattJg. 100Heft 457. November 2003 An der baskischen Küste sind viele romantische Fischerorte abseits der Touristenrouten zu entdecken.
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