ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003Psychiatrische Krisen: Bei der Akuttherapie werden Weichen gestellt

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Psychiatrische Krisen: Bei der Akuttherapie werden Weichen gestellt

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2967

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LNSLNS Atypische Neuroleptika zeichnen sich bei der Akutbehandlung und Prophylaxe schizophrener und bipolarer Störungen durch eine sichere Wirkung und gute Verträglichkeit aus. Als vorteilhaft stufte Prof. Norbert Müller (München) vor allem die geringen motorischen und affektiven Nebenwirkungen ein. Die gute Verträglichkeit von Olanzapin hat sich auch in der Notfallbehandlung in der 24-Stunden-Aufnahmebereitschaft von 94 psychiatrischen Versorgungskliniken erwiesen.
Die prospektive, offene Untersuchung hat Dr. Jörg Czekalla (Medizinische Abteilung Lilly Deutschland) in Hamburg vorgestellt. Es wurden 456 Patienten akut mit Olanzapin behandelt, dabei wurde in etwas mehr als der Hälfte der Fälle die lösliche Form von Zyprexa® (VeloTab™) eingesetzt – speziell bei aggressiven Patienten mit der (Verdachts-)Diagnose Schizophrenie beziehungsweise schizotypen und wahnhaften Funktionsstörungen. Drei Viertel der Patienten nahmen eine psychoaktive Begleitmedikation ein, vier von zehn ein zweites Antipsychotikum. In der Akutsituation wurden 41 Prozent als eigen- und 28 Prozent als fremdgefährdend eingestuft.
Die Bewertung nach zweiwöchiger Behandlung bestätigte die gute Effizenz und Verträglichkeit der beiden Zubereitungsformen: Die Suizidalität hatte von 55 auf 23 Prozent abgenommen, es wurden nur 28 unerwünschte Wirkungen bei 23 Patienten erhoben. Dabei handelte es sich am häufigsten um eine Gewichtszunahme (neun Fälle), in zwei Fällen wurden extrapyramidale motorische Störungen dokumentiert.
Zu einem Therapieabbruch kam es in drei Fällen (allergische Reaktion, Erhöhung der Kreatinin-Kinase, Unruhe) – und das, obwohl bei mehr als der Hälfte der Patienten eine deutlich höhere als die Standarddosierung verabreicht worden war. Olanzapin wird im Jahr 2004 auch als intramuskulär zu applizierende Zubereitung auf den Markt kommen, erklärte Czerkalla. Le

Satellitensymposium der Firma Lilly in Hamburg: „Gemeinsame Bewältigung psychiatrischer Krisen – Subjektive Absätze und therapeutische Alliancen“
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