ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2003Lexikon: Belegarztwesen

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Lexikon: Belegarztwesen

Dtsch Arztebl 2003; 100(45): A-2972 / B-2468 / C-2312

Flintrop, Jens

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Foto: Jürgen Schulze, Archiv [M]
Foto: Jürgen Schulze, Archiv [M]
Das kooperative Belegarztwesen dient der Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Belegärzte sind freiberuflich tätige Vertragsärzte, die aufgrund vertraglicher Regelungen berechtigt sind, ihre Patienten im Krankenhaus unter Inanspruchnahme der hierfür bereitgestellten Dienste, Einrichtungen und Mittel vollstationär oder teilstationär zu behandeln. Dafür zahlt der Arzt eine Belegarztabgabe an das Krankenhaus. Belegärzte dürfen die stationäre Tätigkeit nicht zum Schwerpunkt ihrer Tätigkeit machen. Andererseits müssen sie aber dafür Sorge tragen, genug Zeit für die Krankenhausbehandlung zur Verfügung zu haben. Der Belegarzt sollte so nah am Krankenhaus wohnen, dass er die Patienten unverzüglich behandeln kann. Voraussetzungen für die Arbeit als Belegarzt sind die Gestattung durch das Krankenhaus und die Anerkennung als Belegarzt durch die Kassenärztliche Vereinigung. Die belegärztlichen Leistungen werden aus der vertragsärztlichen Gesamtvergütung honoriert. Gemäß § 121 SGB V hat die Vergütung die Besonderheiten der belegärztlichen Tätigkeit zu berücksichtigen. Hierzu gehören auch leistungsgerechte Entgelte für den ärztlichen Bereitschaftsdienst für Belegpatienten und die vom Belegarzt veranlassten Leistungen nachgeordneter Ärzte des Krankenhauses, die bei der Behandlung seiner Belegpatienten in demselben Fachgebiet wie der Belegarzt tätig werden. Die Leistungen des Krankenhauses werden nach den Regeln des Krankenhausfinanzierungsrechts vergütet. JF
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