ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2003Praxisgebühr: BDP fordert faire Lösung

NACHRICHTEN

Praxisgebühr: BDP fordert faire Lösung

PP 2, Ausgabe November 2003, Seite 484

PB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Doppelte Kosten für Psychotherapie-Patienten befürchtet
Dass Psychotherapiepatienten ab Januar 2004 die Praxisgebühr zweimal pro Quartal bezahlen müssen, befürchtet der Verband Psychologischer Psychotherapeuten (VPP) im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): Da im Unterschied zu Haus- und Fachärzten die Psychologischen Psychotherapeuten nicht überweisen dürfen, würden ihre Patienten beim ersten Besuch im Quartal nicht nur zehn Euro in der psychotherapeutischen Praxis bezahlen, sondern den gleichen Betrag noch einmal entrichten müssen, wenn sie den Haus- oder einen Facharzt aufsuchen. „Eine solche Benachteiligung ist untragbar“, erklärte die Pressesprecherin des BDP, Christa Schaffmann. Wenig empfehlenswert sei, die Patienten einzig zum Zweck einer Überweisung in jedem Quartal zuerst den Hausarzt aufsuchen zu lassen und ihn dann mit einer Überweisung in die psychotherapeutische Praxis zu schicken. Das gerade mit dem Ziel der Kostendämpfung beschlossene Gesetz würde so zu einer Kostenerhöhung führen.
Der BDP empfiehlt daher eine „faire und gut handhabbare Lösung“: Psychotherapiepatienten sollten von ihrem Therapeuten eine Quittung mit Durchschlag für die gezahlte Praxisgebühr erhalten. Beim Besuch einer anderen Arztpraxis könne dieser Durchschlag wie eine Überweisung akzeptiert und gebucht werden. Nur so ließe sich vermeiden, dass die ohnehin vorhandenen sozialen und psychischen Hürden für die Inanspruchnahme von Psychotherapie noch erhöht und Patienten doppelt zur Kasse gebeten würden. PB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema