ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2003Selbsthilfe: Mehr Forschung notwendig

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Selbsthilfe: Mehr Forschung notwendig

PP 2, Ausgabe November 2003, Seite 486

Merten, Martina

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LNSLNS Selbsthilfegruppen: Motive für Teilnahme bislang ungeklärt
Mehr Forschung auf dem Gebiet der Selbsthilfe forderte der Freiburger Professor Jürgen von Troschke im Rahmen des Kongresses „Psychosoziale Versorgung in der Medizin“ in Hamburg. Ungeklärt sei bisher, warum sich trotz der großen Anzahl an Selbsthilfegruppen nur neun Prozent der chronisch Kranken für eine Mitarbeit entschieden. Bekannt ist allerdings, dass überwiegend Angehörige der Mittelschicht an Gesprächsgruppen teilnehmen. Deshalb müsste nach Ansicht von von Troschke erforscht werden, wie Betroffene aus den unteren Bevölkerungsschichten zu einer Teilnahme zu motivieren seien. Es gebe außerdem zu wenige Untersuchungen darüber, wie sich Arbeitsweise und Wirkung von Selbsthilfeangeboten bei verschiedenen Krankheitsbildern unterscheiden.
Von Troschke kritisierte zudem die Zusammenarbeit von Ärzten und Selbsthilfegruppen. Es gebe zwar ausreichend indirekte Kooperation wie die Vermittlung an Gruppen oder an Ärzte. An direkten Kooperationen wie organisatorischer Unterstützung, Wissensaustausch oder gemeinsamen Gruppensitzungen mangele es jedoch. MM
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