ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2003Meist Migräne anstatt Kopfschmerzen

WISSENSCHAFT

Meist Migräne anstatt Kopfschmerzen

PP 2, Ausgabe November 2003, Seite 522

EB

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LNSLNS Nahezu alle Patienten (94 Prozent), die ihren Arzt wegen episodischer Kopfschmerzen aufsuchen, leiden an Migräne oder migräneartigen Kopfschmerzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Landmark-Studie mit 1 200 Patienten, die auf dem 14. International Migraine Trust in London vorgestellt wurde. Sie zeigt auch, dass Hausärzte, die bei ihren Patienten Migräne diagnostizieren, in 98 Prozent der Fälle richtig liegen, wohingegen 82 Prozent der Betroffenen, bei denen Ärzte andere Kopfschmerzarten feststellten, tatsächlich jedoch unter Migräne oder migräneartigen Anfällen litten. „Als Allgemeinarzt sollte man daher Migräne als wahrscheinlichste Ursache immer in Betracht ziehen, wenn der Patient über periodischen Kopfschmerz klagt“, sagte Dr. Andrew Dowson, Direktor des Kings Headache Service in London. Auch unter Kindern liegt Migräne bei den akuten und rezidivierenden Kopfschmerzsyndromen an erste Stelle. Heute sind bis zu 18,4 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen von den Attacken betroffen. Im Unterschied zu Erwachsenen dauern sie nicht so lange an, sind aber häufiger von Übelkeit und Erbrechen begleitet. EB
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