ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Praxisgebühr: Verhandlungen gescheitert

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Praxisgebühr: Verhandlungen gescheitert

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-2976 / B-2472 / C-2316

Rieser, Sabine

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LNSLNS Ministerium: Inkassorisiko ist Sache der Ärzte.
Gescheitert sind die Verhandlungen über die Umsetzung des Praxisgebühreneinzugs zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), den Spitzenverbänden der Krankenkassen und dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Das hat die KBV am Montag nach Gesprächen mit Staatssekretär Dr. Theo Schröder mitgeteilt. Die Kassen wollen nach Angaben eines Sprechers jetzt das Bundesschiedsamt anrufen.
Die KBV hatte am 7. November Verhandlungen auf der Fachebene abgebrochen. Grund: Vertreter des Ministeriums hatten erklärt, dass das Inkassorisiko für die Praxisgebühr vollständig beim Arzt anzusiedeln sei. Schröder war zuvor in mehreren Zeitungen mit dem Hinweis zitiert worden, die Gebühr sei Teil des Honorars der niedergelassenen Ärzte. Deshalb sei das Risiko, sie nicht bezahlt zu bekommen, auch den Ärzten zuzuordnen. „Diese Position können wir nicht hinnehmen“, hatte Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm erklärt. Der KBV-Vorsitzende kritisierte, das Ministerium missachte in eklatanter Weise die reale Situation in den Arztpraxen. Dr. med. Hans-Jürgen Thomas lobte die Positionierung der KBV. Der Hartmannbund-Vorsitzende bezeichnete sie als „zwar späte Einsicht, die aber dennoch ein richtiges Signal setzt“. Rie
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