ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Prinzip des offenen Zugangs: „Berliner Erklärung“ unterzeichnet

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Prinzip des offenen Zugangs: „Berliner Erklärung“ unterzeichnet

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-2980 / B-2476 / C-2318

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Wissenschaft und Kultur sollen für alle Internet-Nutzer zugänglich werden.
Die großen deutschen und internationalen Wissenschaftsorganisationen haben die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ unterzeichnet (www.mpg.de/pdf/openaccess/BerlinDeclaration
_dt.pdf). Darin rufen sie dazu auf, das Internet für die wissenschaftliche Kommunikation und Publikation zu nutzen. Die Empfehlungen zum „offenen Zugang“ (Open Access) richten sich nicht nur an Forschungsinstitute, sondern auch an kulturelle Einrichtungen wie Bibliotheken, Archive und Museen.
Beiträge nach dem „Prinzip des offenen Zugangs“ können beispielsweise wissenschaftliche Forschungsergebnisse, Rohmaterialien und Metadaten, Quellenmaterialien, digitale Repräsentationen von bildlichem und grafischem Material sowie multimediale Darstellungen umfassen. Der Autor beziehungsweise Urheber räumt dabei allen Nutzern ein freies, unwiderrufliches und weltweites Recht auf den Zugang zu seinen Daten ein. Gleichzeitig erteilt er die Genehmigung, das Werk (unter Angabe der Autoren- beziehungsweise Urheberschaft) zu nutzen, zu kopieren und digital weiterzuverbreiten. Die Arbeiten sollen über ein Online-Archiv bereitgestellt werden, das von akademischen Institutionen oder von staatlichen beziehungsweise privaten Organisationen betrieben werden kann.
Die Unterzeichner der „Berliner Erklärung“ wollen nach Mitteln und Wegen suchen, „um bei den ,Open-Access‘-Beiträgen eine wissenschaftliche Qualitätssicherung zu gewährleisten sowie die Regeln der ,Guten Wissenschaftlichen Praxis‘ einzuhalten“. Auch wollen sie darauf hinwirken, dass solche Publikationen „bei der Begutachtung von Forschungsleistungen und wissenschaftlicher Karriere anerkannt werden“.
Die Erklärung steht im Einklang mit der „Bethesda Declaration on Open Access Publishing“ und der „Budapest Open Access Initiative“, die ebenfalls eine grundlegende Veränderung im System der wissenschaftlichen Publikationspraxis fordern. Darüber hinaus schließt sie das kulturelle Erbe mit ein. Dies geht auf die Initiative von ECHO (European Cultural Heritage Online,
http://penelope.unibe.ch/docuserver/echo/echo-neu.htm) zurück, einem von der EU-Kommission geförderten Pilotprojekt. Darin entwickeln 16 Partner aus neun europäischen Ländern Lösungen, um das kulturelle Erbe im Internet zugänglich zu machen. KBr
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