ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1996Honorarpolitik: Nachteil für die korrekt Abrechnenden

SPEKTRUM: Leserbriefe

Honorarpolitik: Nachteil für die korrekt Abrechnenden

Saur, Bernhard

Grundsätzliche Überlegungen
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LNSLNS Ich selbst und mit mir sicher viele andere niedergelassene Ärzte sind es leid, immer wieder die unsaubere Gleichung Punktezahlvermehrung gleich Leistungsvermehrung uns vortragen zu lassen. Gerade von seiten der Krankenkassenvertreter werden mit dem falschen Argument, Punktzahlen und Leistungsmenge seien gleich, die Vertragsärzte in ein schlechtes Licht gesetzt. Es wird so getan, als könne man Dollar und DM und Franc jeweils im Verhältnis 1 : 1 verrechnen.
Aber schon vor Einführung des neuen EBM war zu berechnen, daß mit Erhöhung der Punktwerte für einzelne Leistungen (Hausbe-suche, Sonographie) zwangsläufig eine Erhöhung der abgerechneten Gesamtpunktmenge kommen muß.
. . . Ich fordere Sie und alle KVen auf, uns Vertragsärzten endlich komplette Informationen über die abgerechneten Leistungen in deren Häufigkeit und in deren Punktmengen zusammen offenzulegen. Und nebenbei noch nachgefragt: Wieviel weniger Notfall- und Vertretungsscheine gibt es, desgleichen statistisch aufgearbeitet, in wieviel Praxen veränderte sich die Anzahl der Notfallbehandlungen und eventuell parallel dazu die Anzahl der Vollscheine? Wie verhält sich diese Scheinzahl mit der insgesamten Scheinzahlvermehrung (bislang nur den Praxis-Touristen zugerechnet)? Was gedenken die KVen zu tun, wenn einfach "vergessen" wird zu fragen, ob ein neuer Patient auch schon einen "alten" Hausarzt hat(te)? Was gedenken sie zu tun angesichts des "Praxistourismus" und des Hausarzt-vergeßlichen Abrechnens der abrechnungsschlauen Kollegen und Kolleginnen, bei denen dann ein einziger Kontakt gleich die große Zahl eins abwirft? . . . Das bisherige Abrechnungssystem fördert einen Nachteil für diejenigen, die korrekt abrechnen . . .
Dr. med. Bernhard Saur, Konrad-Adenauer-Straße 3, 74564 Crailsheim
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