ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

BÜCHER

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-3009 / B-2499 / C-2341

Paul, Karl

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Asthma
Umfassend und kritisch
Karl Paul (Hrsg.): Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen. Basiswissen – Hintergrundinformationen, Krankheitsbilder erkennen und erfolgreich therapieren. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2003, 298 Seiten, 75 Abbildungen, 97 Tabellen, gebunden, 94 €
Eine lesenswerte und übersichtlich gegliederte Monographie zum Thema Asthma in der Pädiatrie, die sich sowohl zum Nachschlagen als auch zum Durchlesen eignet. Die Texte lesen sich leicht, sie sind gut gegliedert und hilfreich illustriert. So kommen alle Kapitel zum Thema Asthma, von der Epidemiologie über Ätiologie, Behandlung (erfreulich detailliert), Beeinflussung der Umwelt bis hin zum Qualitätsmanagement, gut zur Geltung.
Beispielhaft sei das Kapitel Diagnostik genauer betrachtet: Zum Thema körperliche Untersuchung wird kurz und einprägsam neben der Auskultation auf klinische Aspekte der minor – und major – Atopiezeichen eingegangen. Das Thema Lungenfunktionsprüfung wird in thematischen Unterkapiteln, wie Spirometrie und Ganzkörperplethysmographie, aber auch Säuglings- und Kleinkinderalter präsentiert, hierdurch gewinnt das Werk an Übersichtlichkeit und Komplexität. Diese Gliederung erleichtert, wie oben erwähnt, das Nachschlagen und verführt zugleich zum Weiterlesen.
Die bronchoalveoläre Lavage wird kritisch betrachtet, anders als in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, wo sie zur weiterführenden Diagnostik zählt. Der gastrooesophageale Reflux wird angemessen berücksichtigt, wünschenswert wäre die Angabe altersbezogener Normwerte gewesen.
Im Hinblick auf die Therapie wird jede einzelne Substanzgruppe, wie ß2-Mimetika, Anticholinergika und Cortocoid, in einzelnen Kapiteln vorgestellt, mit anderen antiasthmatischen Wirkprinzipien verglichen, auch in Bezug auf die Nebenwirkungen. Experimentelle Therapieformen werden auch vorgestellt. So erhält der Leser innerhalb kurzer Zeit eine umfassende und kritische Übersicht über die Asthmatherapie.
Im gesamten Buch gefallen die übersichtlich gestalteten und gut einprägsamen Abbildungen. Wichtige Details werden ebenso gut eingänglich als Tabelle dargestellt.
So ist dieses Buch geeignet für die verschiedensten Ansprüche: zum Nachlesen wie raschem Nachschlagen oder zum ausführlichen Studium und ausdauerndem Lesevergnügen. Gabriel Pietryga
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