ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Eisenach: Kleinod Wartburg

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Eisenach: Kleinod Wartburg

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-3035

Berg, Detlef

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Das Hotel auf der Wartburg – eine romantische Herberge auf der geschichtsträchtigen Burg in Thüringen Fotos: Detlef Berg
Das Hotel auf der Wartburg – eine romantische Herberge auf der geschichtsträchtigen Burg in Thüringen Fotos: Detlef Berg
„Wart’berg, Du sollst mir eine Burg werden!“ Das soll, so berichtet zumindest die Sage, der Thüringer Landgraf Ludwig der Springer ausgerufen haben, als er 1067 auf der Jagd mit seinen Rittern den Burgberg erklommen und ein Schwert in den Boden gerammt hat. Eingebettet in die Landschaft des Thüringer Waldes, thront seither die Wartburg majestätisch auf ihrem Fels hoch über Eisenach als steinernes Denkmal deutscher Geschichte und Kultur: Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide haben hier gedichtet und gesungen. Elisabeth, die ungarische Königstochter, wurde, wie vom Magier Klingsor geweissagt, Frau des Landgrafen und handelte wie eine Heilige. Und Martin Luther, dessen Mutter in Eisenach geboren wurde, versteckte sich auf der Wartburg. Als „Junker Jörg“ mit Kinn-, Backen- und Schnurrbart sowie Degen an der Seite übersetzte er ab Dezember 1521 in nur zehn Wochen das Neue Testament aus dem griechischen Urtext in eine leicht zu lesende deutsche Sprache. 1817, vier Jahre nach der Leipziger Völkerschlacht und 300 Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg, trafen sich 500 junge Männer auf der Burg, immerhin ein Zwanzigstel aller damals in Deutschland eingeschriebenen Studenten. Die Burschenschaften engagierten sich gegen Kleinstaaterei und Fürstenwillkür, für ein einheitliches Deutschland, für demokratische Rechte und Freiheiten. Auch später noch wurde in Eisenach Geschichte geschrieben. Am Fuß des Burgbergs, im Gasthaus Goldener Löwe in der heutigen Mariengasse, wurde am 7. August 1869 der Gründungsparteitag der „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei“ (SDAP) eröffnet.
Blick in das Kaminzimmer, für Hotelgäste die Wohnstube des Hotels
Blick in das Kaminzimmer, für Hotelgäste die Wohnstube des Hotels
Die geschichtsträchtige Burg zieht das ganze Jahr über Touristen an. Während sich im Sommer die Massen drängen, ist jetzt die Besichtigung der Innenräume im Rahmen einer 45-minütigen Führung ohne Wartezeit möglich. Burgführer vermitteln einen interessanten und unterhaltsamen Einblick in Wartburggeschichte und -geschichten.
Die deutscheste aller Burgen hat auch ihre Gastlichkeit bewahrt. Nur wenige Schritte unterhalb der Burg erwartet das romantische „Hotel auf der Wartburg“ Gäste, die mit etwas Ruhe die Burgatmosphäre genießen wollen. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten ist in die geschichts-trächtige Stätte zeitgemäßer Komfort eingezogen. Die 35 Gästezimmer des „Gasthofs für fröhliche Leut“, wie das Hotel gern genannt wird, sind alle gekonnt und mit Blick für Details in die Burgatmosphäre eingegliedert. Das einladende Kaminzimmer dient als „Wohnzimmer“ für die Hotelgäste. Detlef Berg


Informationen: Tourismus Eisenach GmbH, Georgenstraße 43, 99817 Eisenach, Telefon: 0 36 91/7 92 30, Fax: 79 23 20, Internet: www.eisenach-tourist.de, E-Mail: tourist-info@eisenach-tourist.de
Hotel auf der Wartburg, 99817 Eisenach, Wartburg, Telefon: 0 36 91/79 70, Fax: 79 71 00, Internet: www.wartburghotel.de,
E-Mail: info@wartburghotel.de
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