ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Medica 2003: Optimistisch und innovativ

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Medica 2003: Optimistisch und innovativ

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-3037 / B-2519

Bantle, Frank

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Düsseldorf 19.-22. Nov. 2003
Düsseldorf 19.-22. Nov. 2003
Ob Diagnostika, Medizin- und Informationstechnik, Physiotherapieprodukte, Elektromedizin, Gesundheitseinrichtungen oder Praxisgestaltung — bei der 35. Medica in Düsseldorf, der weltweit größten Medizinmesse, präsentieren Aussteller aus 65 Nationen wieder die gesamte Bandbreite der ambulanten und stationären Versorgung. Erwartet werden vom 19. bis 22. November insbesondere niedergelassene Ärzte, Ärzte aus Kliniken, Entscheider des Klinikmanagements, medizinisches Personal sowie Besucher aus dem medizinischen Fachhandel und aus der medizinischen Industrie. Trotz einer allgemein angespannten Wirtschaftslage sind die Medica-Aussteller – darunter auch viele kleine, innovative Hightech-Schmieden – optimistisch. Die Zahl der Produktneuheiten und der Weiterentwicklungen in allen Bereichen ist groß.
Neben den Hightech-Geräten zeigt die Messe interessante Produkte aus der Medizin-Logistik. Leica stellt beispielsweise eine neue Mikroskop-Generation vor. Mit dem frei programmierbaren AOBS (steht für akusto-optische Strahlteiler) werden alle konventionellen Strahlteiler für die Separation von Anregungs- und Emissionslicht vollständig ersetzt. Vorteil: Die Mikroskope kommen im sichtbaren Spektrum ohne Filter aus, was sich in einer verbesserten Signalausbeute und besseren Bildern widerspiegelt. Das System ist auch auf neue Farbstoffe, neue Laser und Anwendungen wie etwa die gleichzeitige Aufnahme von vier Fluoreszenzproteinen vorbereitet (Halle 10, Stand E57).
Chirurgische Einmalinstrumente aus einer recycelbaren Polymer- Zusammensetzung Werkfoto
Chirurgische Einmalinstrumente aus einer recycelbaren Polymer- Zusammensetzung Werkfoto
Neue chirurgische Einmalinstrumente stellt B. Braun Aesculap vor. Bei der Entwicklung von SUSI (Single Use Surgical Instruments) wurde auf die besonderen Belange im Ambulanz- und Unfallbereich eingegangen. Alle Instrumente sind aus einem leichten Hochleistungspolymer hergestellt. Vorteil: Die Polymer-Zusammensetzung garantiert Präzision wie bei einem Metall-Instrument und ist dennoch recycelbar.
Die Firma 3M stellt eine flüssigkeitsresistente OP-Maske vor. Die chirurgische Maske zur Einmalanwendung kann bei allen operativen Anwendungen zum Schutz des Patienten gegen infektiöse Keime sowie des Trägers gegen Spritzer möglicher kontaminierter Flüssigkeiten eingesetzt werden. Neben Spritzschutz (gemäß prEN 14683) hat sie einen geringen Atemwiderstand, gute Hautverträglichkeit und optimalen Tragekomfort (Halle 6, Stand F06). Neu sind auch latexfreie Aneroid-Blutdruckmessgeräte von Heine Optotechnik (Halle 10, Stand D42). Ein Druckmesssystem mit Luftventilkonstruktion und optimierten Luftströmungswiderständen sorgt für schnelle und präzise Anzeigen. Ebenfalls erhältlich in latexfreier Ausführung sind die Wand-, Tisch-, Schienen- und Stativmodelle. Interessante Neuigkeiten kommen auch aus der Asthma-Therapie. Anbieter Mechatronic liefert ab sofort ein neues Inhalatoren-System, das vor allem die individuelle Dosierung der Medikamente besser regelt. Das ProDose System bietet für Patient und Arzt den Vorteil der Datenaufzeichnung. Mittels einer Chipkarte, die vom Mediziner gelesen und programmiert werden kann, kann der Patient sicher sein, die richtige Dosierung und Einnahmezeit zu erhalten. Und: Der Arzt hat die Möglichkeit, regelnd einzugreifen.
Weitere Highlights der diesjährigen Medica sind die Sonderschau zur Telemedizin Medica Media, das breite Software-Angebot (zum Beispiel System-Software für komplexe Krankenhaus-Informationssysteme), die Rahmenveranstaltungen, Fortbildungskurse sowie die Zukunftstechnologien präsentierende Medica Vision.
Latexfreies Aneroid-Blutdruckmessgerät aus der Gammaserie Werkfoto
Latexfreies Aneroid-Blutdruckmessgerät aus der Gammaserie Werkfoto
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Dass die Medica ein großes Echo in der Öffentlichkeit finden wird, davon sind die Veranstalter überzeugt. „Noch nie waren Patienten und ihre Angehörigen so gut informiert über ihre Krankheiten wie heutzutage“, sagt Horst Giesen, der Medica-Projektleiter der Messe Düsseldorf. „Das Interesse an Informationen über neue Diagnose- und Therapieverfahren wird noch weiter stark steigen, je mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen und Beteiligung an den Behandlungskosten zunehmen werden.“
Einige Aussteller präsentieren hierzu Innovationen aus dem so genannten Homecare-Bereich. Die Grundidee beruht da auf dem Transport von medizinisch relevanten Daten über zum Teil drahtlose Netzwerke und die effiziente Überwachung von Patienten, die zu Hause sind. So wird es bald kein Problem mehr sein, Patienten mit individuellen Diagnose-Apparaturen zu versehen. Mittels Mobiltelefonen kann der Träger dann die relevanten Körperdaten zu einem Facharzt oder einer Klinik übertragen. Ein bereits erfolgreiches Anwendungsmodell läuft in Düsseldorf mit registrierten Herzpatienten. Frank Bantle


Vom 19.–22. November findet die Medica 2003 in Düsseldorf statt. Nachrichten aller rund 3 800 Medica-Aussteller sowie Daten und Fakten zur Messe findet man im Internet unter www.medica.de. Messe-Hotline: 02 11/45 60 01. Die Medica ist Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18.30 Uhr und Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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