ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003CT und MRT: Detailgetreue Bilder

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CT und MRT: Detailgetreue Bilder

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-3038 / B-2520

Weindorf, Maria

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Das Philips Intera: MRA der Kopfarterien ohne eine venöse Überlagerung Werkfoto
Das Philips Intera: MRA der Kopfarterien ohne eine venöse Überlagerung Werkfoto
Im Bereich der Früherkennung bestimmen die nichtinvasiven Diagnoseverfahren den Trend. Die Computertomographie (CT) könnte bei der Früherkennung der koronaren Herzkrankheit eine wichtige Rolle spielen. Denn Herzerkrankungen können schnell und einfach per CT-Scan erkannt werden.
Die neue CT-Generation von Philips (Halle 10, Stände A22, C19), das Rate Responsive-CT, passt sich mithilfe spezieller Algorithmen an die Herzfrequenz des Patienten an. Bei jedem Herzschlag erfasst der Tomograph Daten zum optimalen Zeitpunkt, wenn das Herz größtenteils inaktiv ist.
Eingefrorene Bilder
Das schlagende Herz wird so quasi eingefroren. Das Ergebnis sind exaktere Bilder von hoher Qualität, die selbst bei Patienten mit Herzfrequenzen von mehr als 115 Schlägen pro Minute möglich sind. Die Patienten benötigen also keinen Betablocker mehr vor der Untersuchung. Ähnlich arbeitet der Somatom Sensation Cardiac von Siemens (Halle 10, Stand A18): gleichzeitig werden 16 Schichten aufgenommen, das System bietet eine praktisch unbegrenzte isotrope Volumenakquisition. Die Aufnahmen erfolgen EKG-synchronisiert mit einer Rotationszeit von nur 0,42s/360°. Die zeitliche Auflösung liegt bei bis zu 105 ms. Selbst mit ultraschneller CT-Technik sind nicht verkalkte, entzündliche Gefäßwandveränderungen kaum darzustellen. Hier kommt die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) weiter. Ein spezielles MRT-System zur Herzdiagnostik — Intera CV – stellt Philips vor. Das kompakte MRT-System ist mit der Bildgebungstechnologie Sense ausgestattet und verspricht eine umfassende MRT-Lösung für die Kardiologie zu sein.
Auch auf dem Gebiet der Magnetresonanzangiographie (MRA) gibt es Entwicklungen, die die Früherkennung verbessern sollen. In Zusammenarbeit mit der Universität Bonn hat Philips Medical Systems das neue MRA-Verfahren Centra (Contrast-Enhanced Timing-Robust-Angiography) entwickelt, das eine komplette MRA-Übersicht der Arterien von der Aorta bis zum Kopf ermöglicht, mit extrem hoher Auflösung und ohne venöse Überlagerung. „Das Verfahren bietet entscheidende Vorteile für den Patienten, wie zum Beispiel eine verkürzte Untersuchungsdauer und die Reduzierung invasiver Katheter-Angiographien, die zu Plaque-Ablösungen und dadurch zu einem potenziell tödlichen Schlaganfall führen können“, so der Bonner Mediziner Dr. Winfried Willinek, der an der Entwicklung gearbeitet hat. Entwickelt wurde die Technologie auf dem aktuellen Philips Intera 1,5 T.
Zum Thema Onkologie bringt Siemens Medical Solutions eine neue Software zur Darm­krebs­früh­erken­nung auf den Markt, die aus den Daten einer Niedrigdosis-CT des Bauchraums eine detaillierte dreidimensionale Darstellung der Darminnenwände berechnet. Bei Mehrschicht-CT-Geräten wie dem Somatom Sensation von Siemens sei die Technik so weit verfeinert worden, dass fast alle verdächtigen Polypen gut zu sehen sind. Durch den weitgehend automatisierten, computergestützten Arbeitsablauf vergehen vom Scan bis zur Diagnose nur zehn Minuten. Der virtuelle Flug wird am Bildschirm navigiert, gefundene Polypen werden markiert und vermessen. Die Food and Drug Administration hat die virtuelle Koloskopie als Untersuchungsmethode zur Früherkennung von Darmkrebs zugelassen. Maria Weindorf
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