ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2003Sonographie: Schneller arbeiten – einfacher bedienen

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Sonographie: Schneller arbeiten – einfacher bedienen

Dtsch Arztebl 2003; 100(46): A-3042 / B-2524

Kempe, Lisa

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Das Sonosite Titan: mobiles Ultraschallgerät mit Docking-Station Quelle: Sonosite GmbH
Das Sonosite Titan: mobiles Ultraschallgerät mit Docking-Station Quelle: Sonosite GmbH
Tragbare, batteriebetriebene Mini-Geräte für die Routine-Sonographie, 3-D-Ultraschallsysteme bis hin zu High-end-Ultraschallgeräten, die eine Signalverarbeitung in Echtzeit ermöglichen — der Markt für Ultraschallgeräte ist bestimmt von einer unüberschaubaren Vielfalt. Mit neuen Leistungsmerkmalen versprechen die Hersteller der Ultraschallsysteme, die Diagnose schneller, sicherer und effizienter zu machen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, bei den zahlreichen Entwicklungen und neuen diagnostischen Möglichkeiten auf dem Laufenden zu bleiben und ihre Bedeutung für die Klinik einzuschätzen.
Vielseitig einsetzbar
Um den unterschiedlichsten Anforderungen der Anwender gerecht zu werden, haben viele Hersteller modulare Ultraschallsysteme im Programm, die individuell konfiguriert werden können. Die SonoSite GmbH (Halle 9, Stand E31) stellt mit dem Titan-System ein Gerät für die Ultraschalldiagnostik vor, das sowohl stationär als Standgerät als auch als mobile Einheit eingesetzt werden kann. Über eine mobile Docking-Station kann das System direkt an die internen oder externen Informationssysteme im Krankenhaus angeschlossen werden.
Viele Hersteller setzen auf die Weiterentwicklung von bewährten Geräten und bieten Upgrades, optimierte Schallköpfe sowie Programme für die Funktionalitätserweiterung an. Für das Ultraschallsystem EnVisor hat Philips Medical Systems (Halle 10, Stände A22, C19) in diesem Jahr ein Upgrade auf den Markt gebracht, das im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe eine höhere Bildqualität und ein einfacheres Datenmanagement ermöglichen soll. Das Upgrade Performance 2004 beinhaltet drei neue Schallköpfe, die für gynäkologische Untersuchungen optimiert wurden, sowie ein Paket für Fruchtbarkeitsanalysen und weitere neue Messfunktionen. Der 50-mm-Linear-Schallkopf L12-5 liefert genaue Details von oberflächennahen Strukturen, insbesondere bei der Mammadiagnostik im Nahfeld. Beim endovaginalen Breitband-Konvex-Schallkopf C8-4v hat Philips den Krümmungsradius für 135-Grad-Bilder optimiert. Für die pränatale und pädiatrische Bildverarbeitung wurde der hochauflösende Konvex-Schallkopf C5040 entwickelt. Alle drei Schallköpfe verfügen zudem über Doppler- und Farbdoppler-Funktionen.
Von Grund auf neu entwickelt hat Philips sein Premium-Ultraschallsystem HDI 5000. Schnelleres Umschalten zwischen den Betriebsarten erlaubt die neue Computerarchitektur des HDI 5000. Das System arbeitet jetzt doppelt so schnell und soll mit den Bildgebungstechnologien SonoCT und XRES eine verbesserte Bildqualität liefern. Auch für die Echokardiographie hat sich Philips neue Funktionselemente ausgedacht: Mit Live-3D-Echo gibt es jetzt für das System Sonos 7500 eine 3-D-Farbdopplerfunktion, die eine dreidimensionale Beobachtung der Blutströmungsdynamik ermöglicht und damit den diagnostischen Einblick in die Herzklappenfunktion verbessern soll. Live-3D-Echo kann die chirurgische Planung vereinfachen, wenn dreidimensionale Bilder von Herzklappen, Herzkammern und Gefäßen zu sehen sind und Echtzeituntersuchungen aus jedem beliebigen Winkel durchgeführt werden können.
Ultraschallaufnahme der Aorta eines Foetus mit dem Philips-EnVisor Quelle: Philips Medical Systems
Ultraschallaufnahme der Aorta eines Foetus mit dem Philips-EnVisor Quelle: Philips Medical Systems
Mit dem Echokardiographiesystem Acuson Sequoia C512 feiert Siemens (Halle 10, Stand A18) auf der Medica Europapremiere. Eine neuartige Schallkopftechnologie sowie verbesserte Bildberechnungsverfahren sollen bei diesem Gerät die Beeinträchtigung der Aufnahmen durch akustische Hindernisse, zum Beispiel durch Rippen, verringern, sodass der Blick ins Herz klarer wird. Siemens setzt zum Berechnen der Ultraschallbilder so genannte Coherent-Matched-Response-Verfahren ein. Mit dieser Technik liefert das Acuson Sequoia C512 diagnostische Informationen wie die Geschwindigkeit des Blutflusses und ermöglicht insbesondere bei schwer zu schallenden Patienten eine bessere Bildqualität.
Das System Acuson CV70 sorgte bereits vor einigen Wochen für Aufsehen Es wurde speziell für Kliniken mit kardiovaskulären Leistungen für Erwachsene und Kinder sowie für transösophageale und intraoperative Anwendungen entwickelt. Durch die offene Architektur können auch zukünftige Technologien integriert werden.
Für den Einsatz in der Notfallmedizin, am Patientenbett oder in der Haus- und Heimbetreuung bieten viele Hersteller mobile Geräte an, die zum Teil netzunabhängig funktionieren. Tringa, laut Hersteller das kleinste Ultraschallgerät der Welt, wiegt nur 800 g und kann batteriebetrieben vier Stunden lang Ultraschallbilder liefern. Die Esaote Biomedica Deutschland GmbH (Halle 9, Stand A22) hat das Gerät für die Notfallmedizin entwickelt. Das Gerät verfügt über M, B+B, B+M-Modes und kann entweder mit einer 3,5/5- oder einer 5/7,5-MHz-Sonde betrieben werden. Mit seinem 5-Zoll-LCD-Monitor hat es im Rettungswagen oder im Handgepäck Platz. Lisa Kempe
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