ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1996Gesundheitspolitik: Keine konkrete Lösung

SPEKTRUM: Leserbriefe

Gesundheitspolitik: Keine konkrete Lösung

Mogensen, Risgaard

Zu dem Beitrag "Kaum noch Kapazitätsengpässe" von Dr. rer. pol. Harald Clade in Heft 37/1996 Zu dem Beitrag "Abschied vom Sozialstaat: Kundenorientierung statt Rationalisierung" von Prof. Dr. med. Horst Baier in Heft 42/1996
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LNSLNS Die Analyse ist interessant und ideenreich, bringt aber keine konkrete Lösung der Nicht-
Bezahlbarkeit des Systems der freien Arztwahl. Maximale Kundenzufriedenheit bei übermäßiger unkontrollierter Inanspruchnahme von spezialisierten Leistungen, wenn nur geringfügige Krankheit vorliegt, ist illusorisch. Es gibt nur eine einzige vernünftige Lösung: mehr Eigenleistung, wenn unbedingt ein HNOArzt bei einfacher Erkältung, Ohrenschmerzen etc. aufgesucht werden "muß". Von Dänemark wissen wir, daß eine freiwillige kostengünstige Zusatzversicherung zur Ermöglichung einer unkontrollierten Inanspruchnahme spezialisierter Leistungen (gleich freie Arztwahl) von einem Prozent der Bevölkerung genutzt wird. Wird das anders sein in Deutschland? Vielleicht 10 bis 15 Prozent der Versicherten, mehr nicht! . . . Eine vernünftige Debatte über die Errichtung eines verbesserten Gesundheitssystems, das Kostennutzen-Aspekte berücksichtigt, ist in Deutschland wegen der Überversorgung und dem Vorhandensein allgemeinärztlicher wie fachärztlicher Grundversorgung . . . leider nicht möglich. Es ist aber bemerkenswert, daß die unabhängige WHO Westeuropa generell zur Senkung der Lohnnebenkosten eine primäre Einsortierung der Patientenklientel empfohlen hat.
Glenn Risgaard Mogensen, Kaffeegasse 6, 65510 Idstein
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