ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Vertragsverletzung: Einigung mit EU-Kommission

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Vertragsverletzung: Einigung mit EU-Kommission

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3057 / B-2537 / C-2373

Korzilius, Heike

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LNSLNS EU-Absolventen erhalten in Zukunft den Titel „Facharzt für Allgemeinmedizin“.

Der jahrelange Streit zwischen der Europäischen Kommission und Deutschland um die gegenseitige Anerkennung der spezifischen Ausbildung in Allgemeinmedizin ist beigelegt, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof damit abgewendet. Künftig erhalten Ärztinnen und Ärzte aus Staaten der EU oder des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) einschließlich der Schweiz, die in einem Mitgliedstaat der EU die künftig mindestens dreijährige „spezifische Ausbildung“ in Allgemeinmedizin absolviert haben, den Titel „Facharzt für Allgemeinmedizin“, wenn sie sich in Deutschland niederlassen wollen.
Die entsprechende offizielle Mitteilung der Bundesregierung wurde jetzt im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht (Notifikation im Sinne von Artikel 41 der Richtlinie 93/16/EWG).
Vorausgegangen war ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen Deutschland. Die bisherige Praxis der Lan­des­ärz­te­kam­mern, EU-Absolventen den Titel „Praktischer Arzt“ zu verleihen, hatte die Kommission als Diskriminierung gerügt. Der Titel sei in Deutschland nicht mehr gebräuchlich, denn Absolventen der dortigen Weiterbildung erhielten den Titel „Facharzt für Allgemeinmedizin“, hieß es zur Begründung. Informationen: Auslandsdienst der Bundes­ärzte­kammer, Telefon: 02 21/40 04-3 58, E-Mail: auslandsdienst @baek.de HK
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