ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Gesundheitstelematik: Konzepte der Industrie

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Gesundheitstelematik: Konzepte der Industrie

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3058 / B-2538

Krüger-Brand, Heike E.

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Hoch sensible Daten werden im Gesundheitsbereich verarbeitet. Foto:VISUM
Hoch sensible Daten werden im Gesundheitsbereich verarbeitet. Foto:VISUM
Rasche Festlegung der Telematik-Rahmenarchitektur erforderlich

Bei der 1. Deutschen Expertenkonferenz zur Telematik-Rahmenarchitektur in Stuttgart haben die führenden Industrieverbände der Informations- und Kommunikationsbranche (BITKOM, VDAP, VHitG und ZVEI) ihre Bereitschaft zur Umsetzung der elektronischen Kommunikation im Gesundheitswesen betont. Die Verbände sehen die Telematik-Rahmenarchitektur als Grundlage für die Einführung der Gesundheitskarte. Hierfür solle der Gesetzgeber als notwendige Voraussetzung „unverzüglich einen elektronischen Heilberufeausweis vorschreiben“, empfehlen die Verbände.
Die Umsetzung der Telematik-Anwendungen ist aus ihrer Sicht die Aufgabe der Industrie. Wenn die Rahmenbedingungen für die Telematik-Architektur und Infrastruktur geschaffen wären, sei „nahezu jede telematische Anwendung kurzfristig umsetzbar“, betonte der VDAP-Vorsitzende Michael Schmitz. Das elektronische Rezept, der elektronische Arztbrief und die elektronische Patientenakte wären dann binnen sechs Monaten zu realisieren. Vom Gesetzgeber fordern die Verbände ein Telematik-Gesetz, das der elektronischen Kommunikation grundsätzlich den Vorrang vor papierbasierter Kommunikation einräumt.
Da es sich im Gesundheitsbereich um hoch sensible Daten handele, sei der Gesetzgeber außerdem in der Pflicht, eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen, die festlege, wer welche Mindeststandards einzuhalten habe. Zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten benötige die Telematik-Architektur kurzfristig den entsprechenden gesetzlichen Rahmen. Der Patient müsse jederzeit entscheiden können, welche seiner Daten wo gespeichert würden und wer worauf zugreifen dürfe. Die Expertenkonferenz wurde vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium und dem Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen veranstaltet. KBr
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