ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Praxisgebühr: Besserer „Service“ erwartet

BRIEFE

Praxisgebühr: Besserer „Service“ erwartet

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3086 / B-2564 / C-2395

Weidenbach, Thomas

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LNSLNS Die KBV hat wohl jeden Bezug zur Realität verloren. Da wird tatsächlich gefordert, dass wir auch bei telefonischen Kontakten nach EBM 2 die Praxisgebühr einziehen sollen.
Wir sind eine Facharztpraxis in einem großen Landkreis. Die meisten unserer Patienten suchen uns nur wegen einer einmaligen Erkrankung auf. Dabei erhalten wir oft Befunde quartalsüberschneidend, z. B. histologische Befunde etwa 10 Tage nach der Operation. Diese teilen wir dann den Patienten im neuen Quartal telefonisch mit.
Die KBV soll mir bitte erläutern, wie ich dem Patienten dann klar machen soll, dass er nun für dieses (kurze) Telefonat 10 Euro bezahlen soll? Dies ist nicht möglich! Wenn ich nun dennoch die EBM 2 abrechne, soll ich dann aus meiner eigenen Tasche die 10 Euro zahlen? Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ich wohl besser die Leistung gar nicht ansetze, den Patienten also umsonst behandle. Dass mir dadurch Scheine verloren gehen, ist eine andere Sache.
Die hohen KV-Funktionäre sollten sich mal wieder in die niederen Gefilde ihrer arbeitenden Mitglieder begeben, um real zu erleben, wie der Praxisalltag ist. Mehr als genug zahlen wir ja nun als Zwangsabgabe an die KV, insbesondere die KV Bayerns. Eigentlich sollte man dann besseren „Service“ von unseren teuren „Vertretern“ erwarten dürfen.
Dr. med. Thomas Weidenbach, Bahnhofstraße 31, 83278 Traunstein
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