ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Kardiologie: Chancen werden vertan

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Kardiologie: Chancen werden vertan

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3088 / B-2566 / C-2397

Storp, D.

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LNSLNS . . Die Gedanken zur Weiterentwicklung des bestehenden Reha-Systems sind alles andere als neu und dienen vor allen Dingen in der vorgelegten Form in keiner Weise dem notwendigen Ziel, die Patienten zu gewinnen, die durch Reha-Programme für ihre Gesundung profitieren können. Erneut zeigt das herkömmliche Verhalten in alternativen Denkstrukturen, wie Chancen vertan werden. Anstatt durch unbelegte und unbelegbare Provokationen die bestehenden Reha-Systeme zu diskreditieren („fördert nicht, sondern behindert“; „6 Stunden täglich überfordern jeden Patienten“; „3 bis 4 Wochen verhindern sportphysiologische Effekte“), hätte man sich einen konstruktiveren Umgang mit dem Thema gewünscht. Warum nicht also das bisher in drei Phasen erstarrte Modell der Rehabilitation erweitern und bereichern durch Modelle, die die zu starren Grenzen überwinden helfen, anstatt ihre Ablösung zu fordern? Modelle der vorgestellten Art könnten in der Tat helfen, das bestehende Versorgungsloch am abrupten Übergang von Phase II in Phase III der Rehabilitation aufzufangen. Sie sollten aber nicht die bisherige Phase II ersetzen, sondern ergänzend durch die notwendige Erzielung von Langzeiteffekten insgesamt zu einer höheren Inanspruchnahme sinnvoller Reha-Maßnahmen beitragen.
Dr. med. D. Storp, Agnes-Karll-Krankenhaus Laatzen, 30656 Laatzen
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