ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Kardiologie: Innovative Überlegungen
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LNSLNS Die Standards der kardiologischen Rehabilitation sind in der stationären Form entstanden, haben sich bewährt und werden dort ständig weiterentwickelt, sodass es nahe lag, diese auf neue („flexibilisierte“) Formen, wie teilstationäre oder ambulante Rehabilitation, zu übertragen.
Sieht man von unangebrachten und falschen Sottisen (wie „Füllstunden durch Massagen u. a.“) ab, die auf Unkenntnis des Krankengutes in der stationären Rehabilitation beruhen mögen, nimmt der Artikel innovative Überlegungen auf, wie das Potenzial des ambulanten Settings weiter entwickelt und besser genutzt werden kann.
Die ärztliche Kernfrage lautet: Welcher Patient kann von welcher Reha-Form am meisten profitieren? Für den immer noch wachsenden Anteil der älteren, operierten (Massagen!) und multimorbiden Patienten wird weiterhin die stationäre, im Einzelfall mit Übergang in eine teilstationäre Rehabilitation am geeignetsten sein. Jüngere und belastbarere Patienten mögen durchaus von einer ambulanten Rehabilitation in der vorgeschlagenen zeitlich gestreckten und vielleicht sogar berufsbegleitenden Rehabilitation profitieren. In beiden Fällen muss die „Nachsorge“ unter Nutzung der Versorgungsstruktur ambulanter Herzgruppen verbessert werden.
Wünschenswert wäre ein wissenschaftlich begleiteter Modellversuch, in dem die kompakte mit der vorgeschlagenen gestreckten Form der ambulanten Rehabilitation verglichen und evaluiert würde. An diesem Goldstandard sollten sich interessante innovative Konzepte messen lassen.
Prof. Dr. med. Klaus Held,
Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen, Friedrich-Ebert-Ring 38, 56068 Koblenz
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