VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3122 / B-2594 / C-2422

EB

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Bernfried Leiber Foto: privat
Bernfried Leiber Foto: privat
Prof. Dr. med. Bernfried Leiber, Kinderarzt und Professor für Dokumentation, klinische Nosologie und Semiotik, Frankfurt/Main, starb am 16. August im Alter von 84 Jahren.
Leiber hatte Medizin in Berlin, Leipzig und Jena studiert. Bei Jussuf Ibrahim in Jena habilitierte er sich 1950 mit der Arbeit „Rheumatische Infektion und Lebensalter. Untersuchungen und Betrachtungen zur Pathophysiologie einer Altersdisposition des Kindesalters“. Seit 1952 war er in der Kinderklinik der Charité bei Friedrich Hartmut Dost Klinischer Oberarzt, und hier erhielt er 1954 seine Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.
1958 kam Leiber nach Frankfurt/Main. Mit Förderung durch die Stiftung Volkswagenwerk begründete er 1969 die selbstständige Dokumentations- und Forschungsabteilung für klinische Nosologie und Semiotik als „zentrale Sammel- und Auskunftsstelle für seltene, ungewöhnliche und neue Krankheitsbilder“.
Leiber ist Autor von sieben Büchern. Am bekanntesten ist sein mit Gertrud Olbrich erarbeitetes „Wörterbuch der klinischen Syndrome“, bei allen Ärzten bekannt und beliebt als „der Leiber-Olbrich“. Von 1957 bis 1981 hat Leiber sechs Auflagen betreut. UL

Prof. Dr. med. Heike Bösenberg, ehemaliger Direktor des Instituts für Hygiene der Universität Münster, starb Anfang Oktober in Münster im Alter von 68 Jahren.
Nach seinem Medizinstudium an den Universitäten Münster, Zürich, München und zuletzt in Freiburg, wo er 1963 zum Dr. med. promoviert wurde, arbeitete er am Hygiene-Institut der Universität Heidelberg, wo er sich 1969 habilitierte. Nach der Ernennung zum Universitätsdozenten, zum wissenschaftlichen Rat und Professor in den Jahren 1971 und 1973 wurde er im Rahmen der Neuordnung der Medizinischen Fakultät in Münster zum Direktor des nunmehr selbstständigen Instituts für Hygiene bestellt. Ein Schwerpunkt seines Wirkens war – in Kooperation mit anderen Hygiene-Instituten, dem öffentlichen Gesundheitsdienst und klinischen Fächern der Medizinischen Einrichtungen Münsters – die Etablierung des Schwerpunktes „Umweltmedizin“ in Forschung und Krankenversorgung. EB
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