ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2003Lexikon: Mitversicherung

STATUS

Lexikon: Mitversicherung

Dtsch Arztebl 2003; 100(47): A-3128 / B-2600 / C-2428

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Kinder und Ehegatten von Mitgliedern sind in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) beitragsfrei mitversichert. Die Familienversicherung für Kinder endet mit der Vollendung des 18. Lebensjahres oder mit der Vollendung des 23. Lebensjahres, wenn sie nicht erwerbstätig sind. Sie endet mit Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sich das Kind in Schul- oder Berufsausbildung befindet oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet. Wird die Schul- oder Berufsausbildung durch den Wehr- oder Zivildienst des Kindes unterbrochen oder verzögert, besteht die Versicherung über das 25. Lebensjahr hinaus für den entsprechenden Zeitraum. Die beitragsfreie Familienversicherung von Kindern in der GKV begründet sich aus Unterhaltsverpflichtungen, die grundsätzlich den Eltern obliegen. Insoweit werden also Eltern von ihrer persönlichen Unterhaltsverpflichtung für das Risiko Krankheit ihres Kindes entlastet. In der beitragsfreien Einbeziehung von Angehörigen in die GKV liegt ein wesentliches Element des sozialen Ausgleichs, das die GKV prägt. Kinder sind nicht mitversichert, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat 1/12 der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2003: 3 825 Euro) übersteigt. Nach Beendigung der Familienversicherung kann der Versicherungsschutz durch eine eigene freiwillige Versicherung fortgesetzt werden. Die Höhe der Beiträge ist in der Satzung der Krankenkassen geregelt. JF
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema