ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2003Gesundheitsreform: Gegen Volksversicherung

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Gesundheitsreform: Gegen Volksversicherung

Dtsch Arztebl 2003; 100(48): A-3133 / B-2605 / C-2433

EB

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LNSLNS Wirtschaftsprofessoren tendieren in Umfrage zur Kopfprämie.
Eine Bürger- oder Volksversicherung, bei der die Gesamtbevölkerung unter Einbeziehung auch der Beamten, Selbstständigen und Freien Berufe der GKV-Versicherungspflicht unterworfen wird, wird von den meisten deutschen (neoliberalen) Wirtschaftsprofessoren abgelehnt. In einem so genannten Professoren-Panel auf Initiative des Arbeitskreises Neue Soziale Marktwirtschaft haben drei Viertel der befragten Wirtschaftswissenschaftler das Bürgerversicherungsmodell abgelehnt und dagegen dem Kopfprämienmodell mit gleich hohen, einkommensunabhängigen Beiträgen den Vorzug gegeben.
Die befragten Wirtschaftswissenschaftler deutscher Universitäten neigen in ihrer Meinung eher dem Vorschlag des Nachhaltigkeitskommissionsvorsitzenden Prof. Dr. Bert Rürup und der so genannten Herzog-Kommission zu als dem von Ulla Schmidt-Berater, Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl W. Lauterbach, propagierten Modell der Bürgerversicherung.
Inzwischen hat der Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung e.V. (PKV), Köln, eine Informations- und Anzeigenkampagne in überregionalen Tageszeitungen gestartet, die die Folgewirkungen einer Bürgerversicherung auch für privat krankenversicherte und privat behandelnde Ärztinnen und Ärzte aufzeigt. EB
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